Die besten Platten 2018
Ok, mein Blog ist nun endgültig dazu geschrumpft, nur noch meine Jahrescharts zu präsentieren. Mit nur einem Blogpost 2018 hat sich dieses Medium für mich leider etwas überholt. Wer das gesamte Jahr über Interesse an Bands, Platten und Shows hat, möge mir bitte auf Instagram folgen.
In diesem Jahr möchte ich erneut mit einem kurzen Rückblick auf mein Konzertjahr beginnen. Insgesamt waren es doch tatsächlich 20 (!) Shows 2018 und davon sogar zwei Shows im Ausland, das gab es auch schon sehr lange nicht mehr...
Das Konzertjahr begann mit Grand Hotel van Cleef mit einer intensiven Show von fjørt im Lido im Januar, gefolgt von einer unglaublich großartigen Show von Kettcar in der Columbiahalle im Februar. Im März hatte ich die Möglichkeit genutzt eine Hardcore Legende live zu erleben, die ich bisher noch nie gesehen hatte. Burn waren der Hammer nur der Sound im Cassiopeia war an dem Abend leider ziemlich bescheiden. Nur vier Tage später spielten erneut Anvil im Musik & Frieden und hatten sogar noch Trance mit Im Vorprogramm dabei. Lips und Reiner haben immer noch riesigen Spaß und es macht einfach Freude ihnen dabei zu zusehen, wie sie ihren Metal zelebrieren. Im April spielten INVSN erneut eine grandiose Show im Cassiopeia und dieses Mal war auch der Sound wieder toll. Außerdem habe ich nach über 20 Jahren No Fun At All wieder gesehen, die im SO36 gespielt haben und wirklich Spaß gemacht haben. Und nur zwei Tage später spielten Hot Water Music im Astra, nur leider ohne Chris Wollard! Im Mai fand dann ein richtiger schwäbischer Abend im Festsaal Kreuzberg statt, indem Van Holzen (Ulm) und Heisskalt (Stuttgart) eine gemeinsame Show spielten. Das Publikum war recht jung und am Merchstand wurde ich doch tatsächlich gesiezt und gefragt, ob ich hier anstehen würde!? Im Juni spielten dann noch Rome Is Not A Town im Monarch und die Karte für 7 Seconds im SO36 stand schon seit Monaten im Regal und die Vorfreude war riesig und die Enttäuschung entsprechend groß, als ich die Nachricht gelesen habe, dass sich 7 Seconds leider gesundheitsbedingt mit sofortiger Wirkung auflösen werden. Echt zum Heulen, zumal ich diese Hardcorelegende nie live gesehen habe.
Das zweite Halbjahr ging es im Juli mit Legenden weiter, unglaublich, dass ich innerhalb von vier Wochen NOFX, Descendents und Bad Religion live gesehen habe! NOFX spielten gemeinsam mit Pennywise, Anti Flag, Mad Caddies, The Bronx und Bad Cop/ Bad Cop auf dem Punk in Drublic Festival auf einem staubigen Acker in Marienfelde. Descendents rockten sich durch eine ellenlange Setlist im Astra und Milo war wirklich in Hochform. Bad Religion tourten mit 30 Jahren Suffer und spielten zunächst ein mitreissendes Set und spielten dann als Zugabe das komplette Suffer Album, das war wirklich groß! Ach ja, zudem spielten dann auch noch Dead Cross feat. Mike Patton, Justin Pearson und Dave Lombardo, so dass es am Ende sogar noch ein kurzes Medley aus Raining Blood und Epic gab:"You want it all but you can't have it!"
Im August passte es dann noch sehr gut, dass Damien Done (Damien Moyal von As Friends Rust, Culture, Morning Again und Shai Hulud mit neuer Band) zur gleichen Zeit in Wien gastierte, wie Billy und ich. Leider waren nur sehr wenige Leute bei der Show, so dass ich von Damien, mit dem ich mich vor der Show unterhalten hatte, persönlich von der Bühne begrüßt wurde! In Anschluß durften wir sogar noch in den großen Saal der Arena, wo die Goo Goo Dolls gespielt haben und ich zumindest noch 5-6 Songs mitbekommen habe. Back in Berlin spielten dann noch Duesenjaeger und die allmächtigen Spermbirds beim Hoffest vom Schokoladen. Außerdem spielte William Fitzsimmons noch umsonst und draußen bei einem Radio Eins Event. Das war bereits schon mein drittes Open Air in diesem Jahrhundertsommer!
Im September gab es leider keine Show, dafür im Oktober gleich INVSN zum zweiten Mal in diesem Jahr, die dieses Mal im Urban Spree spielten, nur ein paar Meter weiter, wie 6 Monate zuvor. Für Kick Joneses hatte ich bereits schon Monate im Voraus Johanna als Babysitterin organisiert, da Billy nicht in Berlin war, aber dann fiel das Konzert im Schokoladen leider krankheitsbedingt aus. Im November spielten dann noch RVIVR, Dead To Me, Dag Nasty und Propagandhi an einem Abend im Astra, das war echt der Knaller, zumal auch noch Erik, Pontus und Andreas aus Stockholm für die Show angereist waren! Im Dezember gab es dann doch noch Raining Blood in kompletter Länge, da ich endlich mal Slayer live gesehen habe, die sich auf ihrer Abschiedstour befinden, was somit meine letzte Möglichkeit war, The Big 4 live gesehen zu haben! Zudem waren auch noch Anthrax und Obituary und Lamb of God mit von der Partie, aber nichts toppte die gigantische Pyroshow von Slayer!! Das großartige Konzertjahr fand noch einen noch großartigeren Abschluss, in dem ich die Reunionshow von Starmarket in Stockholm erleben konnte. Es war echt ein tolles Wochenende und eine unvergessliche Show von Starmarket, die sogar noch von Last Days Of April begleitet wurden!
So toll auch das Konzertjahr war, so eigenartig war 2018, was neue Platte betrifft. Natürlich habe ich mir wieder einige neue Platten geholt, aber das Jahr war eindeutig von Reissues bestimmt , eine tolle Möglichkeit endlich mal Lücken zu stopfen, bzw. erstmalig Lieblingsalben auf meinem Lieblingsmedium zu haben.
Wie bereits erwähnt, macht der Blog nur noch bedingt Sinn und daher werde ich nach 11 Jahren auch schlussendlich von meiner traditionellen Top 7 abweichen, da Top 9 für das Medium Instagram viel mehr Sinn machen. Kurioserweise werde ich von den 9 Platten insgesamt 4 Reissues dabei haben, die eben in diesem Jahr veröffentlicht wurden. Aber so ist es halt, da ich eben eher alten Kram höre, anstelle neue Bands aufzustöbern, wobei in diesem Jahr sogar ein Debütalbum dabei ist, dass 2018 veröffentlich wurde und eben ein Debütalbum, das eben bereits schon 1995 veröffentlicht wurde.
Anyway, unlike 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016 und 2017 in diesem Jahr erstmalig die Top 9 der besten Platten 2018:
Judas Priest - Firepower
Nie im Leben hätte ich gedacht, dass mich ein neues Album von Judas Priest noch einmal so packen würde. Aber mit Firepower haben Judas Priest meiner Meinung nach das beste Album seit Painkiller 1990 veröffentlicht und das sind immerhin 28 Jahre! Auf dem Album sind ausschließlich Hits und selten habe ich mich auf eine Show so gefreut, um vor allem auch die neuen Sachen zu hören, wie jetzt bei Firepower! Leider spielen Priest im Februar nur Support auf Ozzy's Abschiedstournee, aber ich hoffe, dass sie wenigstens ein ordentliches Set spielen dürfen! Rising From Ruins!!
Ghost - Prequelle
Lange Zeit hatte ich Ghost nicht auf dem Schirm, bis mich mein alter Kumpel Josip damit angefixt hatte. Mit Prequelle ist Ghost der ganze große Wurf gelungen, die ABBA des Metals, wie Josip sie mir angepriesen hatte. Ganz große Popmomente und praktisch jeder Song ein Ohrwurm. Gern würde ich Ghost einmal live sehen, aber in Berlin werden sie 2019 leider nur im Vorprogramm von Metallica im Olympiastadion zu bestaunen sein...
Damien Done - Charm Offensive
Damien Moyal ist eine lebende Hardcorelegende, er spielte bereits schon in unzähligen Bands, allen voran in einer meiner absoluten Lieblingsband As Friends Rust, die ich vor allem Ende der 90er / Anfang 2000er mehrere Mal live gesehen habe. Damien Done war anfangs wohl mal als Soloprojekt geplant, das mittlerweile jedoch wieder zu einer Band gewachsen ist. Musikalisch gibt es düstere Rocksongs, die Stimmungsmässig hervorragend zu Wien gepasst haben. Daher freute ich mich riesig, als ich gesehen habe, dass die Show zu der Zeit stattfinden würde, wenn Billy und ich in Wien sein würden. Leider waren nur knapp 10 Wienerinnen und Wiener der Meinung, diese Show auf keinen Fall verpassen zu dürfen. Schade für die Band, die trotzdem alles gegeben hat. Ich fands auf alle Fälle klasse und habe mich nach der Show noch ordentlich mit Merch und Platten eingedeckt...
INVSN - Forever Rejected
INVSN waren bereits letztes Jahr mit The Beautiful Stories in meinen Jahrescharts vertreten und kamen in diesem Jahr sogar gleich zweimal mit Forever Rejected nach Berlin! Insgesamt habe ich sie nun schon fünfmal live gesehen und ich bin wirklich jedes Mal begeistert, einfach eine klasse Liveband! Dennis packt auch auf einer kleinen Bühne die großen Gesten aus und ist vermutlich der Künstler, den ich über die Jahre am häufigsten live gesehen habe, ob mit Refused, AC4, The Lost Patrol Band oder The International Noise Conspiracy. Und ich freu mich jetzt schon riesig auf neue Songs von INVSN im Jahr 2019! Zudem soll nächstes Jahr auch noch ein neues Album vom Refused kommen, ich bin schon sehr gespannt...
Statues - Adult Lobotomy
Hier ist es, das bereits erwähnte Debütalbum in meinen diesjährigen Jahrescharts, das 2018 veröffentlicht wurde. Aber natürlich verbergen sich auch dahinter alte Hasen, die ich in anderen Bands bereits schon seit über 20 Jahren verfolgt habe. Magnus und Johan haben in Starmarket gespielt und später dann in Kevlar, die sich irgendwann aus rechtlichen Belangen in KVLR umbenannt haben und die ich damals in Miniclubs, wie z.B. den Butterclub in Friedrichshain live gesehen habe. Mit Statues sind sie nun zurück und das mit einem Knall! 8 neue treibende Songs, die danach schreien, sie live zu erleben und glücklicherweise werde ich im Februar auch die Gelegenheit dazu haben, da Magnus und Johan wieder in Friedrichshain spielen werden.
Starmarket - Starmarket
Wie bereits anfangs erwähnt gab es dieses Jahr jede Menge Reissues auf Platte, im Fall von Starmarket sogar erstmalig auf Vinyl, da das Debütalbum 1995 lediglich als CD erschienen ist. Schon damals hatten Achim und ich mit Strange Fruit Pläne die ersten Alben von Starmarket auf Platte zu veröffentlichen. Da es dann leider mit dem Label vorbei war, bevor der Plan umgesetzt werden konnte, hat es eben doch etwas länger gedauert. Aber die rechtliche Lage war auch sehr verzwickt. Ursprünglich kam das Album auf Dolores Records raus, die dann irgendwann ein Teil vom EMI wurden. Als EMI pleite war, wurde das komplette Majorlabel von Universal Music übernommen, allerdings als kartellrechtlichen Gründen mit der Auflage, dass ein Teil wieder verkauft werden muss, weshalb die Rechte am Album schlußendlich bei Warner Music Sweden gelandet sind. Ich bin sehr froh darüber, dass Eric mit Assembly Line Records sich der Sache angenommen hat und im nächsten Jahr sogar noch Calendar und Sunday's Worst Enemy rausbringen wird. Das Highlight war natürlich die Reunionshow im Debaser. Ein wirklich unvergessliches Wochenende in Stockholm!
Abhinanda - The Rumble
Auch ein Album, dass nie auf Platte veröffentlicht wurde. Eigentlich unglaublich, dass es 19 Jahre gedauert hat, bis endlich fleißige Schwaben (Drastic Action Records) auf die Idee kamen diesen Klassiker, der ursprünglich 1999 auf Desperate Fight Records rauskam, wiederzuveröffentlichen. Leider standen Abhinanda immer etwas im Schatten der "größeren Brüder" Refused, die mit ihrem dritten Album The Shape of Punk to Come (posthum) zu Legenden wurden und Abhinanda, die mit ihrem dritten Album ebenfalls die Grenzen von Hardcore musikalisch und optisch sprengten, leider in Vergessenheit gerieten. Umso schöner, dass 2018 wieder vermehrt über Abhinanda gesprochen wurde. La Musica Continua...
Muff Potter - Bordsteinkantengeschichten
Ich erzähle immer gern die Geschichte, dass ich die Bordsteinkantengeschichten damals in meinem Distro stehen hatte und zwar für 13 DM (!). Leider war die Platte dann so schnell vergriffen, bevor ich mir selbst eine zurücklegen konnte. Irgendwie hatte es sich nie mehr ergeben gehabt, dass ich mir diesen Klassiker auf Platte geholt habe und über die Jahre wurde die LP immer zu höheren Preisen gehandelt und 80 Euro, war ich nie bereits dafür auszugeben. Deshalb hatte ich mich sah darüber gefreut, dass Grand Hotel Van Cleef sich endlich den Reissues von Muff Potter angenommen haben und ich somit einige Lücken in meiner Plattensammlung zu einem vernünftigen Preis schließen konnte. Muff Potter ist eine der Bands, die ich am häufigsten live gesehen habe und der Abschied 2009 war ein sehr trauriger! 2019 werden Muff Potter wieder auf der Bühne stehen, allerdings werde ich zur Show im Januar in Berlin an der Ostsee sein, daher werde ich im November auch noch zur zweiten Show von Hot Water Music müssen, da Muff Potter als Special Guests in der Columbiahalle angekündigt sind!
Only Living Witness - Prone Mortal Form
Es hat doch tatsächlich 25 Jahre gedauert, bis Only Living Witness in meinem Bewusstsein und auf meinem Plattenspieler angekommen sind. Bei einer Plattenchallenge auf Instagram hatte ich Only Living Witness wieder kennengelernt, nachdem ich sie bisher nur mit Uwe und Marc in Verbindung gebracht habe und leider nie bewusst gehört habe. Nach der Challenge haben ich mir Prone Mortal Form und Innocents auf CD bei Ebay geholt und dafür lediglich 3 Euro inklusive Porto bezahlen müssen. Der Reissue von Prone Mortal Form war unverhältnismäßig teuer und ich war froh, dass es zum Ende des Jahres dann wenigstens noch 20% Rabatt gab. 2006 gabs die beiden Alben als Compilation erstmals auf Platte als Doppel-LP auf Reflections Records, limitiert auf 500 Stück, allerdings längst vergriffen und dementsprechend teuer. Daher bin ich nun sehr froh Prone Mortal Form endlich mit originalem Artwork in meiner Sammlung zu haben, nie klang der Mix aus Post-Hardcore, Metal und Grunge besser!
So nun ist das wieder ein dickes Ding geworden und es hat mir Freude bereitet das Jahr nochmals musikalisch Revue passieren zu lassen. Für 2019 stehen bereits schon folgende Tickets in meinem Regal Ozzy Osbourne mit Judas Priest als Support, Cave In, Mineral, Hot Water Music werden mein Lieblingsalbum No Division live spielen und dann werden auch noch Def Leppard mit Europe im Vorprogramm nach Berlin kommen, ihrer einzigen Headlinershow in Deutschland, darauf freue ich mich natürlich schon riesig! Zudem werden wie bereits erwähnt Statues und vor allem Leiah, ja die Leiah (!), Shows in Berlin spielen! Leiah haben übrigens mit Surrender, 2nd und The Witness drei formidable neue Singles veröffentlicht, leider nur digital. Aber ich freu mich sehr, dass Leiah zurück sind!
Ich wünsche allen, die es bis zu diesen Zeilen geschafft haben, einen guten Rutsch ins neue Jahr und alles Gute für 2019!
Allen anderen selbstverständlich auch : )
Sonntag, 30. Dezember 2018
strange is the new fruit - Jahrescharts 2018
Freitag, 30. März 2018
Judas Priest - Firepower
Judas Priest
Ich hätte nicht gedacht, dass mich ein neues Judas Priest Album noch einmal so packen würde, aber mit Firepower haben Judas Priest einen zukünftigen Klassiker veröffentlicht. Für mich definitiv das Beste, was Judas Priest seit Painkiller (1990) veröffentlicht haben!
Ein heißer Anwärter für meine Top 7 in diesem Jahr!
Ich hätte nicht gedacht, dass mich ein neues Judas Priest Album noch einmal so packen würde, aber mit Firepower haben Judas Priest einen zukünftigen Klassiker veröffentlicht. Für mich definitiv das Beste, was Judas Priest seit Painkiller (1990) veröffentlicht haben!
Ein heißer Anwärter für meine Top 7 in diesem Jahr!
Donnerstag, 21. Dezember 2017
strange is the new fruit - Jahrescharts 2017
Die besten Scheiben 2017
Ich habe in diesem Jahr lediglich drei (!) Blogposts veröffentlicht, dies zeigt, dass sich das Bloggen irgendwie überholt hat, zumindest für mich. Ich nutze nun vielmehr Instagram, um mit einer Community im Austausch zu stehen oder eben auch Gruppen bei Facebook, da ich dort auch Reaktionen erhalten, wenn ich etwas poste.
Allerdings möchte ich auch in Zukunft daran festhalten, meine Jahrescharts hier zu veröffentlichen und sei es nur für mich als Erinnerung. Als kurze Einführung werde ich zunächst wieder einen kurzen Rückblick auf die Shows geben, die ich 2017 besucht habe. Im Februar war das zum Beispiel Christian Kjellvander im Privatclub, das mir sehr gut gefallen hat. Im März hat dann Dave Hause and the Mermaid im Gretchen gespielt, aber vor allem auch Walter Schreifels mit seiner neuen Band Dead Heavens. Zu diesem Zeitpunkt war noch völlig unklar, dass 2017 noch Weiteres, viel Größeres von Walter zu erwarten war...
Der April hätte eigentlich legendär werden können, da angekündigt war, dass Turning Point im Rahmen von zwei Festivalauftritten in Belgien und England auch eine Clubshow in Berlin spielen würden. Ich war völlig aus dem Häuschen, auch wenn klar war, dass das Ganze ohne Skip halt eher wie ein Tributabend werden würde. Leider wurde die kompletten Shows abgesagt, was ich wirklich sehr schade fand. Im Mai stand dann noch ein kleiner Konzertmarathon an, vier Shows an fünf Tagen und allesamt unter der Woche. Am Montag war ich zusammen mit Daniel bei Darkest Hour im Cassiopeia. Am Dienstag spielte dann John K Samson & the Winter Wheat im Bi Nuu. Am Mittwoch war kurze Verschnaufpause und am Donnerstag ging es dann weiter mit einem Showcase von Firefox AK, für das ich Gästelistenplätze im FluxBau gewonnen hatte. Tja und am Freitag ging es dann noch mit Jan zu Satanic Surfers, die ich erstmalig nach 21 Jahren wieder gesehen habe! Danach war ich einfach nur noch müde...
Aber eine Woche später ging es dann noch zu EA80, die ich vorher noch nie live gesehen hatte. Die beiden Abende im Tiefgrund waren ruckzuck ausverkauft und die Karten wurden zum Teil für mehrere hundert Euro zum Kauf angeboten!! Zum Glück habe ich über Freunde von Steffen noch eine Karte für 12 Euro bekommen und konnte mir endlich die deutsche Punklegende live anschauen, das war toll!
Im Juni spielte erneut Garrett Klahn, dieses Mal als Wohnzimmerkonzert bei Matze, das war wirklich etwas ganz Besonders, zumal auch noch Zeki Min als Support dabei war! Und wie auch schon 2016 haben Baroness erneut im SO36 gespielt, dieses Mal mit neuer Gitarristin. Am Abend zuvor hatte ich John Baizely bereits bei einer Ausstellung seiner Kunstwerke in Friedrichshain getroffen gehabt und mir endlich die Songs of Townes Van Zandt 10" signieren lassen, die ich mir 2013 im Haus Ungarn gekauft hatte und mich damals aber nicht getraut habe signieren zu lassen. Ich hatte auch noch meine Konzertkarte von damals dabei und John war sichtlich gerührt, da dies damals für ihn nach dem schlimmen Unfall eine sehr schwere Zeit war, so dass er mein Ticket sogar abfotografierte. Auf dem Nachhauseweg habe ich mir beim Fete de La Musique vor Paule's Metal Eck noch eine unbekannte Metalband angeschaut, die auf der Straße gespielt hatte. Schön, dass Metal auch auf der Straße funktioniert.
Gern wäre ich im Juli zum 30jährigen Jubiläum von Joshua Tree zum Konzert von U2 ins Olympiastadion gegangen, aber das Konzert war restlos ausverkauft und bei Ebay war mir das einfach zu teuer, sehr schade...
Dann lieber wieder ganz kleine Shows, wie zum Beispiel Jonah Matranga ein paar Tage später im Ramones Museum, wo man für ein paar Euros eine sehr bewegende Show erleben konnte und anschließend auch noch mit dem Musiker schnacken konnte, das war toll. Auch habe ich nach 23 Jahren endlich mal wieder Bad Religion live im Huxley's gesehen. Leider war ich etwas zu spät dran und prompt in 15 Minuten gleich die ersten 8 Songs verpasst, aber zum Glück war ich rechtzeitig für einen meiner Lieblingssongs da: Generator!!
Im August hatte ich mal wieder mit etwas Glück Gästelistenplätze für Samiam gewonnen, die im Bi Nuu gespielt haben. Ich bin zusammen mit Jan hin und musste feststellen, dass Samiam ein Set spielten, wo ich leider nur die wenigsten Songs kannte, dafür hatte im völlig überhitzen Club Gänsehaut, als sie Capsized und Stepson gespielt haben! Ein paar Tage später war ich mit Daniel wieder bei Matze zu Hause, wo Rocky Votolato erneut ein Wohnzimmerkonzert spielte und dann auch noch das komplette Suicide Medicine Album, mein absolutes Lieblingsalbum von ihm!!
Im September gab es eine Konzertpause, dafür stand im Oktober mit INVSN im Musik und Frieden ein absolutes Highlight an. Dennis war auf der Bühne wieder bestens gelaunt und auch wenn fast ausschließlich Songs von der neuen Platte The Beautiful Stories gespielt wurden, so war es dennoch ein überragendes Konzert mit anschließendem Fanboy Moment, wo ich mir nach einer kurzen Unterhaltung mit Dennis, noch von allen Bandmitgliedern mein Album hab signieren hab lassen!
Im November gab es nochmal alte Helden von früher, so habe ich nach 19 Jahren endlich wieder Battery live gesehen und wieder war Jan mit am Start im Cassiopeia. Es war toll, die alten Hits Only the Diehard Remain und vor allem das obligatorische 7 Seconds Cover Young Till I Die mitzusingen! Toller Konzertabend, den übrigens Schwach und Belief eröffnet hatten. Am Freitag drauf ging es erneut in Huxley's, Daniel hatte mir eine Konzertekarte für Mastodon zum Geburtstag geschenkt gehabt und die haben wir uns dann mit Russian Circles im Vorprogramm zusammen angeschaut. Zu unserer Überrraschung kam im zweiten Teil des Sets von Mastodon noch Scott Kelly von Neurosis dazu und übernahm den Gesang, das war schon sehr beeindruckend.
Zudem war ich im November beruflich auf der Jugendfachtagung Altenpflege, wo das musikalische Beiprogramm von Graf Fidi und Boga One bestritten wurde! So kam ich dann noch ganz unverhofft zu einer coolen HipHop Performance und das war Sowas von Berlin!
Aber das eigentlich Highlight war ne Woche später, da erneut nach 2014 Quicksand wieder im SO36 gespielt haben. Das neue Album Interios war erst ne Woche zuvor veröffentlicht worden und die neuen Songs, die ersten seit 22 Jahren, reihten sich hervorragend ins Set ein! Das Set bestand allerdings zum größten Teil aus Songs von Slip, meinem Lieblingsalbum von Quicksand, happy times!!
Traurigerweise wurde die Doppelshow von Kristofer Åström und Rasmus Kellerman leider sehr kurzfristig abgesagt. Es war einfach zu gut, um wahr zu sein! Ich war entsprechend enttäuscht, schließlich hatte ich mir die Konzertkarte bereits im Juli gekauft gehabt und mich sehr darauf gefreut, aber hoffentlich ist bald wieder bei Rasmus alles in Ordnung.
Zum Abschluß des Konzertjahres 2017 gab es noch eine dreistündige Heavy Metal Party von und mit Helloween im Tempodrom. Es war echt gigantisch und das Konzept Pumpkins United einfach genial. Die meisten Songs wurden vom Keeper of the Seven Keys Part II Album gespielt, meinem Lieblingsalbum von Helloween, entsprechend heiser war ich am nächsten Tag vom lautstarken Mitsingen! Ach war das schön!
Aber nun genug von Konzerten, wie schon 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015 und 2016 nun auch zum 11. Mal in der gewohnten Top 7. Here we go with die besten Scheiben 2017:
The Unfinished Sympathy - It's a Crush!
Wer mich kennt, weiß, dass The Unfinished Sympathy zu meinen absoluten Lieblingsbands zählen und ich sehr glücklich und auch ein wenig stolz bin, dass wir die ersten beiden Alben damals auf strange fruit veröffentlicht haben und sie auf Tour nach Deutschland geholt haben. Für den Oktober war eigentlich geplant, dass ich eine Solotour für Eric Fuentes buchen wollte, auf der er die Hits von The Unfinished Sympathy sowie seinen Soloalben zusammen mit ein paar Coverversion in Akustikversion spielen wollte. Der einzige Grund für die ganze Mühe war, ihn endlich wieder einmal zu sehen und mir seine Musik live anhören zu können. Leider kamen aus über 100 Anfragen nur drei Shows zustande und als dann auch noch zwei davon abgesagt wurden, blieb uns nichts anderes übrig, als die einzige Show auch noch abzusagen, ausgerechnet die in Berlin, das war ganz schön frustrierend. Aber als Trost hatte ich ja eine neue Platte von The Unfinished Sympathy, die erste seit 8 Jahren. Als ich die Vorab Single Sentimental Shock zum ersten Mal gehört habe, lief der Song in Schleife und ich hatte Tränen in den Augen, das war wirklich ein sentimenataler Schock, der all die postiven Emotionen hervorbrachte, die ich mit dieser Band verbinde. Das Album ist wieder der Hit und nach ein paar Durchläufen fühlt es sich so an, als würde ich da Album schon ewig kennen und lieben! Ich hoffe wirklich sehr The Unfinished Sympathy irgendwann nochmals live sehen zu können, aber bisher haben sie nur ein paar einzelne Shows in Spanien gespielt und der große Durchbruch wird ihnen vermutlich leider auch mit dem neuen Album verwehrt bleiben. Aber für mich trifft es wieder einmal völlig zu: It's a Crush!
"Loveshake, you really need a loveshake now!"
Quicksand - Interiors
Als ich gesehen habe, dass Quicksand nach 2014 erneut nach Berlin kommen werden, war ich schon völlig aus dem Häuschen. Aber als dann auch noch ein neues Album angekündigt wurde, das erste seit 1995, konnte ich mein Glück kaum fassen. Der erste Song Illuminant, der bereits als Vorab Single veröffentlicht wurde, versprach bereits Großartiges. Nicht nur klangen Quicksand unverkannt nach Quicksand, sondern eben auch irgendwie neu. Ebenso, wie wenn die Band 2017 ein neues Album veröffentlicht und eben nicht 1997! In der Facebook Gruppe The 90s SCREAMO/HC/EMO/INDIE-Rock Friends wurde dies von Vielen bemängelt, dass Quicksand sich gar nicht wie früher anhören würden und so soft geworden wären. Andere hingegen verweigerten sich dem Album oder auch der Tour komplett, weil sie es der Band vorwerfen ihren eigenes Vermächnis zu ruinieren. Aber wie schon bei Refused können mir diese Typen einfach nur leid tun, da sie ein wirklich großartiges Album verpassen. Sollen sie doch zu Hause bleiben und der Vergangenheit hinterher trauern, während ich Quicksand auch noch 2017 als eine meiner größten Lieblingsbands ever feiere!
Diese Melodieführung bei Cosmonauts, einfach nur göttlich!
Kettcar - Ich Vs. Wir
Bei Kettcar war die Pause zum letzten Album eigentlich nur 5 Jahre und zwischendurch gab es 2014 dann ja auch noch das Soloalbum von Marcus Wiebusch, aber gefühlt habe ich mich bereits 2004 nach dem Album Von Spatzen Und Tauben, Dächern Und Hände von Kettcar verabschiedet oder entfernt, obwohl ich 2008 auch noch das Album Sylt gekauft hatte, aber eben nicht mehr so gut und wichtig fand, wie die ersten beiden Alben. Tja, daher ist es doch einigermaßen überraschend, dass mich Kettcar 2017 nochmals so mitreissen können, aber Ich Vs. Wir, ist halt eines dieser Alben zum richtigen Zeit am richtigen Ort! Songs wie Wagenburg, Sommer '89 (Er Schnitt Löcher In Den Zaun) und Mannschaftsaufstellung sind politischer denn je und erinnern vorallem durch den Gesangsstil von Marcus bei Sommer '89 (Er Schnitt Löcher In Den Zaun) doch deutlich an https://strangeisthenewfruit.blogspot.de/2010/01/5-bands-die-ich-schon-live-gesehen-habe.html...but alive und ich bekommen bei diesem Song jedes Mal, also wirklich jedes Mal, eine Gänsehaut, wenn der Refrain einsetzt!
Ganz große Nummer und ich bin sehr froh, dass Kettcar wieder zurück sind und freue mich jetzt schon riesig auf das Konzert im Febuar 2018!
Hot Water Music - Light It Up
Ähnlich wie bei Kettcar verhält es sich auch bei Hot Water Music, das letzte Album, das ich mir gekauft habe war Caution von 2002 und auch wenn ich Hot Water Music 2012 nochmals bei Monster Bash in Berlin live erelbt habe, so fühlt es sich für mich an, als ob sie seit ganz langer Zeit plötzlich wieder da wären. Auch Light It Up fühlt sich, vermutlich weil es von der Band selbst produziert wurde, eher wie ein Debütalbum einer jungen aufstrebenden Band an, die eben mehr Wert auf Energie und Intensität legen als auch toll produzierte Songs mit erstklassigen Songwriting! So habe ich mir auch schon für Hot Water Music frühzeitig eine Konzertkarte für ihre Show im April 2018 im Astra besorgt und freue mich schon sehr, vor allem auch die neuen Songs live zu hören! Bleibt nur zu hoffen, dass Chris Wollard bis dahin wieder genesen ist, da er sich aus gesundheitlichen Gründen aus der Band zurück gezogen hat. Get Well Soon, Chris!
"Bury your idols - You're the only one, You're the only one that'll mobilize your dream!
Body Count - Bloodlust
Ok, noch so ein Comeback, das ich nie für möglich gehalten hätte. Als Body Count 1992 ihr selbstbetitelstes Debütalbum veröffentlicht haben, hat dies für ganz schön Aufruhr und Faszination bei mir gesorgt, denn durch das Verbot des Songs Copkiller und den ganzen Unruhen in Los Angeles hatte das Album immer auch etwas Gefährliches. Allerdings war mein Interesse auch schnell wieder verflogen, als ich damals in das 1994 veröffentlichte Nachfolgealbum Born Dead nur noch flüchtig reinhörte und die Band fortan nicht mehr weiter verfolgte. Tja und plötzlich hauen Ice-T und Ernie C 2017 mit Bloodlust einen derartigen Knaller raus, dass man sich fragt, wo war Rap-Metal all die Jahre oder wurde dieser nur durch die ganzen Nu-Metal Bands völlig ins Belanglose gezogen? Mit einem Psychopathen im mächtigsten Amt der Welt und der anhaltenden Ungleichheit der Menschen sowie der immer größer werdenden Schere zwischen Reich und Arm kommt mit Bloodlust ein Album, das die ganze Wut auf diese Ungrechtigkeit wieder auf den Punkt bringt, vermutlich das einzige Gute, das die derzeitige unsichere Situation auf der Welt hervorbringt! Durch den ganzen Vormarsch der Rechten und der Idioten, die diese Erde aufgrund von nie enden wollender Profitgier rücksichtslos zerstören, ist es 2017 wichtiger den je, sich (wieder) politisch zu engagieren und Bloodlust ist hierfür ein toller Soundtrack!
"Don't fall for the bait and switch, Racism is real, but not it. They fuck whoever can't fight back. But now we gotta change all that. The people have had enough, right now, it's them against us. This shit is ugly to the core. When it comes to the poor, no lives matter!"
INVSN - The Beautiful Stories
Das neue Album von INVSN musste ich auch zunächst auf Spotify/Napster hoch und runterhören und immer wieder bin ich in den Plattenladen und habe nachgefragt oder online recherchiert, wann denn die Platte endlich erscheint? Immer wieder wurde das Veröffentlichungsdatum verschoben, tja und am Ende habe ich sie mir eben erst beim Konzert gekauft und dafür gleich noch von der Band signieren lassen! Die Songs gehen unglaublich gut ins Ohr und immer wieder läßt sich die Spielfreude heraushören, mit der die Band hier zugage ist. Aber wie schon bei Refusedund The (International) Noise Conspiracygibt es die Hater die unken, ist doch alles nur aufgesetzt, nicht authenisch und überhaupt blablabla...
Nachdem ich da in einem Thread in bereits genannter Facebook Gruppe einen kleinen Beef mit einem solchen Kollegen hatte, war ich drauf und dran die Gruppe zu verlassen, da ich es nur schwer ertrage, wie manche Leute meinen über andere urteilen zu müssen, ohne sie zu kennen und sich anmaßen alles und jeden verurteilen zu dürfen. Naja, ich finde es trotzdem klasse, dass Dennis einfach sein Ding macht und seine Dankbarkeit darüber in Bands zu spielen und die Welt bereisen zu können, nehme ich ihm zu 100% ab. Ich freu mich schon riesig, dass er gerade bereits schon wieder mit Refused an neuen Songs arbeitet!
"Immer zu - Nothing lasts forever!"
FJØRT - Couleur
Neben Kettcar hauen Grand Hotel Van Cleef 2017 mit Couleur von FJØRT noch ein weiteres politisches Album raus! Nachdem mich D'Accord, das Debütalbum von 2014, mit dem Hit Valhalla bereits begeistern konnte, habe ich zum 2016er Werk Kontakt irgendwie keinen Zugang gefunden. Nun aber mit Couleur bin ich wieder voll an Bord und werde dadurch auch nochmals versuchen mich in Kontakt reinzuhören. Wirklich eine außergewöhnliche Band, die ich mir schon so oft live anschauen wollte, aber es irgendwie nie geschafft habe. Im Januar 2018 kommen sie wieder nach Berlin und dieses Mal bin ich auf Fälle auch am Start, wenn alle Familienmitglieder inklusive mir selber brav gesund bleiben!
"Ich bin so müde vom Zählen, ich habe 1933 Gründe schwarz zu sehen!"
Ok. wow, das war wieder ein dicker Blogpost, aber leider haben es manche Bands, die ich 2017 gehört habe trotzdem nicht in meine Top 7 geschafft und sollen dennoch erwähnt werden. Zum Bespiel hat meine Freund Adrian sein Debütalbum veröffentlicht, das mir richtig gut gefällt. Und auch Pontus und Erik von Tiger Lou haben mit Horndal eine tolle neue Band am Start, die heavier ist als alles andere, was die beiden je zuvor gemacht haben. Dave Hause und Propagandhi konnten mich mit ihren neuen Alben ebenfalls völlig überzeugen und The Tidal Sleep und Van Holzen habe ich eine zeitlang auch viel gehört. Reissue des Jahres ist natürlich die Wiederveröffentlichung von Godspeed, nachdem ich viele Jahre nur das hässliche Lost and Found Bootleg hatte. Ein Album auf das ich zunächst sehr gespannt war, war Lang Lebe der Tod von Casper, das über ein Jahr nach hinten verschoben wurde, da Casper mit dem Ergebnis zunächst nicht zufrieden war. Ich hätte mir gewünscht, dass er lieber zwei Minialben veröffentlicht hätte, da ich die Hälfte der Songs großartig udn die andere Hälfte beinahe unhörbar finde. Wenn sich diese zumindest auf einer Albumhäfte befinden würden, dann könnte ich mir das Umdrehen der Platte sparen, sind sie leider nicht...
Aber wie dem auch sei, 2017 war musikalisch ein tolles Jahr mit unglaublich vielen Reunions mir wichtiger Bands und ich bin sehr gespannt, was 2018 bereit halten wird. Mit FJØRT, Kettcar, Anvilund Hot Water Music stehen die ersten Konzerthighlights schon an, aber ich hätte auch Bock Iron Maiden mal wieder live zu sehen, die mit Best of Beast in die Waldbühne kommen werden. Da Body Count bereits auf ein paar Festivals bestätigt sind, hoffe ich natürlich, dass auch noch ein paar Clubshow folgen werden. Und Sky Valley Records, die schon für den Reissue von Godspeed verantwortlich waren, haben angedeuten, dass auch Memorial Day erstmalig einen richtigen Release bekommen könnte, das wäre natürlich der Knaller!
Wie in jedem Jahr wünsche ich allen Leserinnen und Lesern ein frohes Weihnachtsfest und Happy Chanukka sowie alles Gute für 2018. Schaut doch vielleicht einfach mal auf www.instagram.com/strangeisthenewfruit vorbei, habt euch wohl!
Ich habe in diesem Jahr lediglich drei (!) Blogposts veröffentlicht, dies zeigt, dass sich das Bloggen irgendwie überholt hat, zumindest für mich. Ich nutze nun vielmehr Instagram, um mit einer Community im Austausch zu stehen oder eben auch Gruppen bei Facebook, da ich dort auch Reaktionen erhalten, wenn ich etwas poste.
Allerdings möchte ich auch in Zukunft daran festhalten, meine Jahrescharts hier zu veröffentlichen und sei es nur für mich als Erinnerung. Als kurze Einführung werde ich zunächst wieder einen kurzen Rückblick auf die Shows geben, die ich 2017 besucht habe. Im Februar war das zum Beispiel Christian Kjellvander im Privatclub, das mir sehr gut gefallen hat. Im März hat dann Dave Hause and the Mermaid im Gretchen gespielt, aber vor allem auch Walter Schreifels mit seiner neuen Band Dead Heavens. Zu diesem Zeitpunkt war noch völlig unklar, dass 2017 noch Weiteres, viel Größeres von Walter zu erwarten war...
Der April hätte eigentlich legendär werden können, da angekündigt war, dass Turning Point im Rahmen von zwei Festivalauftritten in Belgien und England auch eine Clubshow in Berlin spielen würden. Ich war völlig aus dem Häuschen, auch wenn klar war, dass das Ganze ohne Skip halt eher wie ein Tributabend werden würde. Leider wurde die kompletten Shows abgesagt, was ich wirklich sehr schade fand. Im Mai stand dann noch ein kleiner Konzertmarathon an, vier Shows an fünf Tagen und allesamt unter der Woche. Am Montag war ich zusammen mit Daniel bei Darkest Hour im Cassiopeia. Am Dienstag spielte dann John K Samson & the Winter Wheat im Bi Nuu. Am Mittwoch war kurze Verschnaufpause und am Donnerstag ging es dann weiter mit einem Showcase von Firefox AK, für das ich Gästelistenplätze im FluxBau gewonnen hatte. Tja und am Freitag ging es dann noch mit Jan zu Satanic Surfers, die ich erstmalig nach 21 Jahren wieder gesehen habe! Danach war ich einfach nur noch müde...
Aber eine Woche später ging es dann noch zu EA80, die ich vorher noch nie live gesehen hatte. Die beiden Abende im Tiefgrund waren ruckzuck ausverkauft und die Karten wurden zum Teil für mehrere hundert Euro zum Kauf angeboten!! Zum Glück habe ich über Freunde von Steffen noch eine Karte für 12 Euro bekommen und konnte mir endlich die deutsche Punklegende live anschauen, das war toll!
Im Juni spielte erneut Garrett Klahn, dieses Mal als Wohnzimmerkonzert bei Matze, das war wirklich etwas ganz Besonders, zumal auch noch Zeki Min als Support dabei war! Und wie auch schon 2016 haben Baroness erneut im SO36 gespielt, dieses Mal mit neuer Gitarristin. Am Abend zuvor hatte ich John Baizely bereits bei einer Ausstellung seiner Kunstwerke in Friedrichshain getroffen gehabt und mir endlich die Songs of Townes Van Zandt 10" signieren lassen, die ich mir 2013 im Haus Ungarn gekauft hatte und mich damals aber nicht getraut habe signieren zu lassen. Ich hatte auch noch meine Konzertkarte von damals dabei und John war sichtlich gerührt, da dies damals für ihn nach dem schlimmen Unfall eine sehr schwere Zeit war, so dass er mein Ticket sogar abfotografierte. Auf dem Nachhauseweg habe ich mir beim Fete de La Musique vor Paule's Metal Eck noch eine unbekannte Metalband angeschaut, die auf der Straße gespielt hatte. Schön, dass Metal auch auf der Straße funktioniert.
Gern wäre ich im Juli zum 30jährigen Jubiläum von Joshua Tree zum Konzert von U2 ins Olympiastadion gegangen, aber das Konzert war restlos ausverkauft und bei Ebay war mir das einfach zu teuer, sehr schade...
Dann lieber wieder ganz kleine Shows, wie zum Beispiel Jonah Matranga ein paar Tage später im Ramones Museum, wo man für ein paar Euros eine sehr bewegende Show erleben konnte und anschließend auch noch mit dem Musiker schnacken konnte, das war toll. Auch habe ich nach 23 Jahren endlich mal wieder Bad Religion live im Huxley's gesehen. Leider war ich etwas zu spät dran und prompt in 15 Minuten gleich die ersten 8 Songs verpasst, aber zum Glück war ich rechtzeitig für einen meiner Lieblingssongs da: Generator!!
Im August hatte ich mal wieder mit etwas Glück Gästelistenplätze für Samiam gewonnen, die im Bi Nuu gespielt haben. Ich bin zusammen mit Jan hin und musste feststellen, dass Samiam ein Set spielten, wo ich leider nur die wenigsten Songs kannte, dafür hatte im völlig überhitzen Club Gänsehaut, als sie Capsized und Stepson gespielt haben! Ein paar Tage später war ich mit Daniel wieder bei Matze zu Hause, wo Rocky Votolato erneut ein Wohnzimmerkonzert spielte und dann auch noch das komplette Suicide Medicine Album, mein absolutes Lieblingsalbum von ihm!!
Im September gab es eine Konzertpause, dafür stand im Oktober mit INVSN im Musik und Frieden ein absolutes Highlight an. Dennis war auf der Bühne wieder bestens gelaunt und auch wenn fast ausschließlich Songs von der neuen Platte The Beautiful Stories gespielt wurden, so war es dennoch ein überragendes Konzert mit anschließendem Fanboy Moment, wo ich mir nach einer kurzen Unterhaltung mit Dennis, noch von allen Bandmitgliedern mein Album hab signieren hab lassen!
Im November gab es nochmal alte Helden von früher, so habe ich nach 19 Jahren endlich wieder Battery live gesehen und wieder war Jan mit am Start im Cassiopeia. Es war toll, die alten Hits Only the Diehard Remain und vor allem das obligatorische 7 Seconds Cover Young Till I Die mitzusingen! Toller Konzertabend, den übrigens Schwach und Belief eröffnet hatten. Am Freitag drauf ging es erneut in Huxley's, Daniel hatte mir eine Konzertekarte für Mastodon zum Geburtstag geschenkt gehabt und die haben wir uns dann mit Russian Circles im Vorprogramm zusammen angeschaut. Zu unserer Überrraschung kam im zweiten Teil des Sets von Mastodon noch Scott Kelly von Neurosis dazu und übernahm den Gesang, das war schon sehr beeindruckend.
Zudem war ich im November beruflich auf der Jugendfachtagung Altenpflege, wo das musikalische Beiprogramm von Graf Fidi und Boga One bestritten wurde! So kam ich dann noch ganz unverhofft zu einer coolen HipHop Performance und das war Sowas von Berlin!
Aber das eigentlich Highlight war ne Woche später, da erneut nach 2014 Quicksand wieder im SO36 gespielt haben. Das neue Album Interios war erst ne Woche zuvor veröffentlicht worden und die neuen Songs, die ersten seit 22 Jahren, reihten sich hervorragend ins Set ein! Das Set bestand allerdings zum größten Teil aus Songs von Slip, meinem Lieblingsalbum von Quicksand, happy times!!
Traurigerweise wurde die Doppelshow von Kristofer Åström und Rasmus Kellerman leider sehr kurzfristig abgesagt. Es war einfach zu gut, um wahr zu sein! Ich war entsprechend enttäuscht, schließlich hatte ich mir die Konzertkarte bereits im Juli gekauft gehabt und mich sehr darauf gefreut, aber hoffentlich ist bald wieder bei Rasmus alles in Ordnung.
Zum Abschluß des Konzertjahres 2017 gab es noch eine dreistündige Heavy Metal Party von und mit Helloween im Tempodrom. Es war echt gigantisch und das Konzept Pumpkins United einfach genial. Die meisten Songs wurden vom Keeper of the Seven Keys Part II Album gespielt, meinem Lieblingsalbum von Helloween, entsprechend heiser war ich am nächsten Tag vom lautstarken Mitsingen! Ach war das schön!
Aber nun genug von Konzerten, wie schon 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015 und 2016 nun auch zum 11. Mal in der gewohnten Top 7. Here we go with die besten Scheiben 2017:
The Unfinished Sympathy - It's a Crush!
Wer mich kennt, weiß, dass The Unfinished Sympathy zu meinen absoluten Lieblingsbands zählen und ich sehr glücklich und auch ein wenig stolz bin, dass wir die ersten beiden Alben damals auf strange fruit veröffentlicht haben und sie auf Tour nach Deutschland geholt haben. Für den Oktober war eigentlich geplant, dass ich eine Solotour für Eric Fuentes buchen wollte, auf der er die Hits von The Unfinished Sympathy sowie seinen Soloalben zusammen mit ein paar Coverversion in Akustikversion spielen wollte. Der einzige Grund für die ganze Mühe war, ihn endlich wieder einmal zu sehen und mir seine Musik live anhören zu können. Leider kamen aus über 100 Anfragen nur drei Shows zustande und als dann auch noch zwei davon abgesagt wurden, blieb uns nichts anderes übrig, als die einzige Show auch noch abzusagen, ausgerechnet die in Berlin, das war ganz schön frustrierend. Aber als Trost hatte ich ja eine neue Platte von The Unfinished Sympathy, die erste seit 8 Jahren. Als ich die Vorab Single Sentimental Shock zum ersten Mal gehört habe, lief der Song in Schleife und ich hatte Tränen in den Augen, das war wirklich ein sentimenataler Schock, der all die postiven Emotionen hervorbrachte, die ich mit dieser Band verbinde. Das Album ist wieder der Hit und nach ein paar Durchläufen fühlt es sich so an, als würde ich da Album schon ewig kennen und lieben! Ich hoffe wirklich sehr The Unfinished Sympathy irgendwann nochmals live sehen zu können, aber bisher haben sie nur ein paar einzelne Shows in Spanien gespielt und der große Durchbruch wird ihnen vermutlich leider auch mit dem neuen Album verwehrt bleiben. Aber für mich trifft es wieder einmal völlig zu: It's a Crush!
"Loveshake, you really need a loveshake now!"
Quicksand - Interiors
Als ich gesehen habe, dass Quicksand nach 2014 erneut nach Berlin kommen werden, war ich schon völlig aus dem Häuschen. Aber als dann auch noch ein neues Album angekündigt wurde, das erste seit 1995, konnte ich mein Glück kaum fassen. Der erste Song Illuminant, der bereits als Vorab Single veröffentlicht wurde, versprach bereits Großartiges. Nicht nur klangen Quicksand unverkannt nach Quicksand, sondern eben auch irgendwie neu. Ebenso, wie wenn die Band 2017 ein neues Album veröffentlicht und eben nicht 1997! In der Facebook Gruppe The 90s SCREAMO/HC/EMO/INDIE-Rock Friends wurde dies von Vielen bemängelt, dass Quicksand sich gar nicht wie früher anhören würden und so soft geworden wären. Andere hingegen verweigerten sich dem Album oder auch der Tour komplett, weil sie es der Band vorwerfen ihren eigenes Vermächnis zu ruinieren. Aber wie schon bei Refused können mir diese Typen einfach nur leid tun, da sie ein wirklich großartiges Album verpassen. Sollen sie doch zu Hause bleiben und der Vergangenheit hinterher trauern, während ich Quicksand auch noch 2017 als eine meiner größten Lieblingsbands ever feiere!
Diese Melodieführung bei Cosmonauts, einfach nur göttlich!
Kettcar - Ich Vs. Wir
Bei Kettcar war die Pause zum letzten Album eigentlich nur 5 Jahre und zwischendurch gab es 2014 dann ja auch noch das Soloalbum von Marcus Wiebusch, aber gefühlt habe ich mich bereits 2004 nach dem Album Von Spatzen Und Tauben, Dächern Und Hände von Kettcar verabschiedet oder entfernt, obwohl ich 2008 auch noch das Album Sylt gekauft hatte, aber eben nicht mehr so gut und wichtig fand, wie die ersten beiden Alben. Tja, daher ist es doch einigermaßen überraschend, dass mich Kettcar 2017 nochmals so mitreissen können, aber Ich Vs. Wir, ist halt eines dieser Alben zum richtigen Zeit am richtigen Ort! Songs wie Wagenburg, Sommer '89 (Er Schnitt Löcher In Den Zaun) und Mannschaftsaufstellung sind politischer denn je und erinnern vorallem durch den Gesangsstil von Marcus bei Sommer '89 (Er Schnitt Löcher In Den Zaun) doch deutlich an https://strangeisthenewfruit.blogspot.de/2010/01/5-bands-die-ich-schon-live-gesehen-habe.html...but alive und ich bekommen bei diesem Song jedes Mal, also wirklich jedes Mal, eine Gänsehaut, wenn der Refrain einsetzt!
Ganz große Nummer und ich bin sehr froh, dass Kettcar wieder zurück sind und freue mich jetzt schon riesig auf das Konzert im Febuar 2018!
Hot Water Music - Light It Up
Ähnlich wie bei Kettcar verhält es sich auch bei Hot Water Music, das letzte Album, das ich mir gekauft habe war Caution von 2002 und auch wenn ich Hot Water Music 2012 nochmals bei Monster Bash in Berlin live erelbt habe, so fühlt es sich für mich an, als ob sie seit ganz langer Zeit plötzlich wieder da wären. Auch Light It Up fühlt sich, vermutlich weil es von der Band selbst produziert wurde, eher wie ein Debütalbum einer jungen aufstrebenden Band an, die eben mehr Wert auf Energie und Intensität legen als auch toll produzierte Songs mit erstklassigen Songwriting! So habe ich mir auch schon für Hot Water Music frühzeitig eine Konzertkarte für ihre Show im April 2018 im Astra besorgt und freue mich schon sehr, vor allem auch die neuen Songs live zu hören! Bleibt nur zu hoffen, dass Chris Wollard bis dahin wieder genesen ist, da er sich aus gesundheitlichen Gründen aus der Band zurück gezogen hat. Get Well Soon, Chris!
"Bury your idols - You're the only one, You're the only one that'll mobilize your dream!
Body Count - Bloodlust
Ok, noch so ein Comeback, das ich nie für möglich gehalten hätte. Als Body Count 1992 ihr selbstbetitelstes Debütalbum veröffentlicht haben, hat dies für ganz schön Aufruhr und Faszination bei mir gesorgt, denn durch das Verbot des Songs Copkiller und den ganzen Unruhen in Los Angeles hatte das Album immer auch etwas Gefährliches. Allerdings war mein Interesse auch schnell wieder verflogen, als ich damals in das 1994 veröffentlichte Nachfolgealbum Born Dead nur noch flüchtig reinhörte und die Band fortan nicht mehr weiter verfolgte. Tja und plötzlich hauen Ice-T und Ernie C 2017 mit Bloodlust einen derartigen Knaller raus, dass man sich fragt, wo war Rap-Metal all die Jahre oder wurde dieser nur durch die ganzen Nu-Metal Bands völlig ins Belanglose gezogen? Mit einem Psychopathen im mächtigsten Amt der Welt und der anhaltenden Ungleichheit der Menschen sowie der immer größer werdenden Schere zwischen Reich und Arm kommt mit Bloodlust ein Album, das die ganze Wut auf diese Ungrechtigkeit wieder auf den Punkt bringt, vermutlich das einzige Gute, das die derzeitige unsichere Situation auf der Welt hervorbringt! Durch den ganzen Vormarsch der Rechten und der Idioten, die diese Erde aufgrund von nie enden wollender Profitgier rücksichtslos zerstören, ist es 2017 wichtiger den je, sich (wieder) politisch zu engagieren und Bloodlust ist hierfür ein toller Soundtrack!
"Don't fall for the bait and switch, Racism is real, but not it. They fuck whoever can't fight back. But now we gotta change all that. The people have had enough, right now, it's them against us. This shit is ugly to the core. When it comes to the poor, no lives matter!"
INVSN - The Beautiful Stories
Das neue Album von INVSN musste ich auch zunächst auf Spotify/Napster hoch und runterhören und immer wieder bin ich in den Plattenladen und habe nachgefragt oder online recherchiert, wann denn die Platte endlich erscheint? Immer wieder wurde das Veröffentlichungsdatum verschoben, tja und am Ende habe ich sie mir eben erst beim Konzert gekauft und dafür gleich noch von der Band signieren lassen! Die Songs gehen unglaublich gut ins Ohr und immer wieder läßt sich die Spielfreude heraushören, mit der die Band hier zugage ist. Aber wie schon bei Refusedund The (International) Noise Conspiracygibt es die Hater die unken, ist doch alles nur aufgesetzt, nicht authenisch und überhaupt blablabla...
Nachdem ich da in einem Thread in bereits genannter Facebook Gruppe einen kleinen Beef mit einem solchen Kollegen hatte, war ich drauf und dran die Gruppe zu verlassen, da ich es nur schwer ertrage, wie manche Leute meinen über andere urteilen zu müssen, ohne sie zu kennen und sich anmaßen alles und jeden verurteilen zu dürfen. Naja, ich finde es trotzdem klasse, dass Dennis einfach sein Ding macht und seine Dankbarkeit darüber in Bands zu spielen und die Welt bereisen zu können, nehme ich ihm zu 100% ab. Ich freu mich schon riesig, dass er gerade bereits schon wieder mit Refused an neuen Songs arbeitet!
"Immer zu - Nothing lasts forever!"
FJØRT - Couleur
Neben Kettcar hauen Grand Hotel Van Cleef 2017 mit Couleur von FJØRT noch ein weiteres politisches Album raus! Nachdem mich D'Accord, das Debütalbum von 2014, mit dem Hit Valhalla bereits begeistern konnte, habe ich zum 2016er Werk Kontakt irgendwie keinen Zugang gefunden. Nun aber mit Couleur bin ich wieder voll an Bord und werde dadurch auch nochmals versuchen mich in Kontakt reinzuhören. Wirklich eine außergewöhnliche Band, die ich mir schon so oft live anschauen wollte, aber es irgendwie nie geschafft habe. Im Januar 2018 kommen sie wieder nach Berlin und dieses Mal bin ich auf Fälle auch am Start, wenn alle Familienmitglieder inklusive mir selber brav gesund bleiben!
"Ich bin so müde vom Zählen, ich habe 1933 Gründe schwarz zu sehen!"
Ok. wow, das war wieder ein dicker Blogpost, aber leider haben es manche Bands, die ich 2017 gehört habe trotzdem nicht in meine Top 7 geschafft und sollen dennoch erwähnt werden. Zum Bespiel hat meine Freund Adrian sein Debütalbum veröffentlicht, das mir richtig gut gefällt. Und auch Pontus und Erik von Tiger Lou haben mit Horndal eine tolle neue Band am Start, die heavier ist als alles andere, was die beiden je zuvor gemacht haben. Dave Hause und Propagandhi konnten mich mit ihren neuen Alben ebenfalls völlig überzeugen und The Tidal Sleep und Van Holzen habe ich eine zeitlang auch viel gehört. Reissue des Jahres ist natürlich die Wiederveröffentlichung von Godspeed, nachdem ich viele Jahre nur das hässliche Lost and Found Bootleg hatte. Ein Album auf das ich zunächst sehr gespannt war, war Lang Lebe der Tod von Casper, das über ein Jahr nach hinten verschoben wurde, da Casper mit dem Ergebnis zunächst nicht zufrieden war. Ich hätte mir gewünscht, dass er lieber zwei Minialben veröffentlicht hätte, da ich die Hälfte der Songs großartig udn die andere Hälfte beinahe unhörbar finde. Wenn sich diese zumindest auf einer Albumhäfte befinden würden, dann könnte ich mir das Umdrehen der Platte sparen, sind sie leider nicht...
Aber wie dem auch sei, 2017 war musikalisch ein tolles Jahr mit unglaublich vielen Reunions mir wichtiger Bands und ich bin sehr gespannt, was 2018 bereit halten wird. Mit FJØRT, Kettcar, Anvilund Hot Water Music stehen die ersten Konzerthighlights schon an, aber ich hätte auch Bock Iron Maiden mal wieder live zu sehen, die mit Best of Beast in die Waldbühne kommen werden. Da Body Count bereits auf ein paar Festivals bestätigt sind, hoffe ich natürlich, dass auch noch ein paar Clubshow folgen werden. Und Sky Valley Records, die schon für den Reissue von Godspeed verantwortlich waren, haben angedeuten, dass auch Memorial Day erstmalig einen richtigen Release bekommen könnte, das wäre natürlich der Knaller!
Wie in jedem Jahr wünsche ich allen Leserinnen und Lesern ein frohes Weihnachtsfest und Happy Chanukka sowie alles Gute für 2018. Schaut doch vielleicht einfach mal auf www.instagram.com/strangeisthenewfruit vorbei, habt euch wohl!
Freitag, 17. Februar 2017
Ein Gutes Pferd - Schalldämpfer
Ein Gutes Pferd
Nachdem Ein Gutes Pferd im letzten Jahr knapp meine Jahrescharts verpasst haben, möchte ich Euch nun endlich mal das tolle Video zu Schalldämpfer präsentieren. Die Record-Releaseparty zu Zwischen den Zeilen ist noch Platz im Schokoladen war echt ein Knaller und es freut mich riesig, wie Valle und seine neue Band steil gehen, tolle Reviews bekommen und durch die Republik touren!
Unbedingt anschauen, sollten sie mal in der Nähe spielen!
Nachdem Ein Gutes Pferd im letzten Jahr knapp meine Jahrescharts verpasst haben, möchte ich Euch nun endlich mal das tolle Video zu Schalldämpfer präsentieren. Die Record-Releaseparty zu Zwischen den Zeilen ist noch Platz im Schokoladen war echt ein Knaller und es freut mich riesig, wie Valle und seine neue Band steil gehen, tolle Reviews bekommen und durch die Republik touren!
Unbedingt anschauen, sollten sie mal in der Nähe spielen!
Freitag, 10. Februar 2017
Turning Point live
Turning Point
Ich hätte es ja nie für möglich gehalten, dass ich Turning Point einmal live sehen würde, zumal Skip Candelori bereits 2002 verstorben ist. Letztes Jahr fand dann im August beim This is Hardcore Fest in Philadelphia eine Reunionshow statt, bei der Geoff Rickley (Thursday), Tim McMahon (Mouthpiece) und Rob Fish (108) die Voclas übernommen haben! Tja und am 28.04.2017 spielen Turning Point nun tatsächlich im Festsaal Kreuzberg, die einzige Clubshow in Europa, neben zwei Festivalauftritten auf dem GroezRock und dem Outbreak Fest. Ich kann mein Glück noch gar nicht fassen und freu mich schon riesig!
R.I.P. Skip!
Ich hätte es ja nie für möglich gehalten, dass ich Turning Point einmal live sehen würde, zumal Skip Candelori bereits 2002 verstorben ist. Letztes Jahr fand dann im August beim This is Hardcore Fest in Philadelphia eine Reunionshow statt, bei der Geoff Rickley (Thursday), Tim McMahon (Mouthpiece) und Rob Fish (108) die Voclas übernommen haben! Tja und am 28.04.2017 spielen Turning Point nun tatsächlich im Festsaal Kreuzberg, die einzige Clubshow in Europa, neben zwei Festivalauftritten auf dem GroezRock und dem Outbreak Fest. Ich kann mein Glück noch gar nicht fassen und freu mich schon riesig!
R.I.P. Skip!
Sonntag, 8. Januar 2017
Kick Joneses - Bring Mich Schnell Nach Hause
Kick Joneses
Ich höre Kick Joneses nun schon seit 20 Jahren und mit ihrem neuen Album, Unexpected Gift, schaffen sie es trotzdem wieder mich zu überraschen. Bring Mich Schnell Nach Hause spricht mir aus der Seele und wird mich sicherlich 2017 noch häufig begleiten.
Euch allen ein frohes und gesundes neues Jahr!
Ich höre Kick Joneses nun schon seit 20 Jahren und mit ihrem neuen Album, Unexpected Gift, schaffen sie es trotzdem wieder mich zu überraschen. Bring Mich Schnell Nach Hause spricht mir aus der Seele und wird mich sicherlich 2017 noch häufig begleiten.
Euch allen ein frohes und gesundes neues Jahr!
Sonntag, 18. Dezember 2016
strange is the new fruit - Jahrescharts 2016
Die besten Platten 2016
Das Jahr nähert sich bereits schon wieder dem Ende, also höchste Zeit damit zu beginnen, den dicksten Blogpost des Jahres zu schreiben. Nur mickerige sechs (!) Blogposts habe ich 2016 veröffentlicht, darunter aber immerhin der 500. auf strange is the new fruit.
Aber egal, das Jahr 2016 wird sicherlich in Erinnerung bleiben, dass viele Rock- und Popstars gestorben sind: David Bowie, Leonard Cohen, Prince, Glenn Frey (Eagles), Roger Cicero, Merle Haggard, Wolfgang "Wölli" Rohde (Die Toten Hosen), John Berry (Beastie Boys), Nick Menza (Megadeth), Hagen Liebing ( Die Ärzte) und sogar Peter Lustig, Manfred Krug, Bud Spencer und Muhammad Ali "The Greatest" konnten das Jahr 2016 nicht überleben! Aber auch die Hardcore/Emocore Szene verlor unter tragischen Umständen wichtige Vertreter, wie John Stabb von Government Issue oder Jody Taylor von Strain, der einen tödlichen Arbeitsunfall hatte und allen voran Jon Bunch von Sense Field, dessen Sohn nun leider ohne Vater aufwachsen muss. Sense Field ist wohl die Band, die ich in diesem Jahr am Häufigsten gehört habe und jedesmal habe ich einem Kloß im Hals, wenn ich Jons leidenschaftlichen Gesang höre. Die Memorial Shows in Gedenken an Jon Bunch haben gezeigt, wie sehr er vermisst wird!
Beim Jon Bunch Memorial Concert konnte ich leider nicht sein, aber auf die ein oder andere Show in Berlin habe ich es dann doch geschafft und da waren in diesem Jahr wirklich einige Knaller mit dabei. J Robbins mit Daria hatte ich leider verpasst gehabt, was mich im Nachhinein sehr geärgert hatte, als dann auch noch das Live-Video zu Savory auftauchte! Und zu Fjort hatte ich es auch nicht geschafft. Aber tagsdrauf spielten die legendären Gorilla Biscuits im Astra und wurden dabei auch noch von Modern Life Is War und touché amoré begleitet, das war schon ganz schön großartig. Im März folgten dann Refused und Baroness! Zum Glück konnte mich Dennis noch auf die Gästeliste setzen, da ich mich leider zum spät um Karten gekümmert habe. Die Show von Baroness im SO36 war ebenfalls ausverkauft, aber zum Glück hatte ich dafür schon Tickets, da wir Daniel die Karte zum Geburtstag geschenkt hatten! Und auch wenn noch einige großartigen Shows folgten, so war Baroness ein absolutes Highlight!
Marathonmann und Defeater hätten im März auch noch in Berlin gespielt gehabt, aber ich war dieses Mal nicht dort. Zum einen hatte ich schon zwei weitere Tickets für April, zum anderen kickten mich die aktuellen Veröffentlichungen nicht so richtig! Le Butcherettes lieferten im Vorprogramm von At the Drive-In in der Columbiahalle eine krasse Show. Und klar Cedric war sehr bemüht eine coole Show zu liefen und die Stimmung war gut. Aber es wurden halt fast ausschließlich Songs von Relationship of Command gespielt und ich hatte mich auf Songs von In/Casino/Out und vor allem Vaya gefreut gehabt. Und dass sie Napoleon Solo nicht gespielt haben, fand ich fast schon grausam!
Ziemlich spontan bin ich dann im April noch zu The Yum Yums, die im Cortina Bob gespielt haben. Mit wollte leider niemand, aber ich war super happy, dass ich den Arsch hoch bekommen habe, da die Show großartig war und The Yum Yums fast das komplette Album Sweet as Candy durchgespielt haben!
Nachdem ich in meinen Jahrescharts 2015 noch bedauert habe, dass Youth of Today und Dag Nasty am gleichen Tag in Berlin spielen würden, wurde die Show zum Glück dann doch noch zusammengelegt. Vermutlich verliefen beide Ticketverkäufe eher schleppend, da sich niemand entscheiden konnte, zu welcher Show er/sie wohl gehen sollte. Nach der Zusammenlegung war die Show auf alle Fälle ruckzuck ausverkauft! Und das war der absolute Knaller, YOT in der Originalbesetzung von We're Not Alone In This mit Ray, Porcell, Walter und Sammy und Dag Nasty erstmal in Europa überhaupt, mit Shawn ihrem allerersten Sänger. Gespielt wurde hauptsächlich Songs von Can I Say und teilweise Wickout at Denko's sowie zwei neue Songs, die von Dischord als 7" veröffentlicht wurden, ein ziemlich legendärer Abend!!
Im Mai spielten Garrett Klahn und Karl Larsson im Lidolino, beide spielten eigene Songs sowie Hits ihrer Bands Texas Is The Reason und Last Days Of April. Nach der Show hatte ich mich dann noch mit Garrett unterhalten, der eigentlich meinte in diesem Jahr noch mit komplette Band zurückkommen zu wollen, aber leider hatte das nicht mehr geklappt. Support war übrigens Grundhass, der mit Dorfpunks eine ziemlich coole Nummer im Programm hatte!
Im Juni wurde es wieder legendär, denn Black Sabbath spielten in der Waldbühne!! Es war schon der Wahnsinn, Geezer Butler, Tommi Iommi und Ozzy Osbourne live auf der Bühne zu sehen. Leider spielten sie nicht Sabbath Bloody Sabbath, aber man kann halt nicht alles haben! Zudem war ich leider auch nicht bei Bruce Springsteen & the E-Street Band, mit The River Tour im Olympiastation zu Gast waren. Aber zum einen waren die Tickets super teuer, zum anderen wollte niemand mit, schade ist es trotzdem, dass ich Bruce noch nie live erlebt habe...
Im August folgten noch drei tolle Shows, nämlich Rocky Votolato mit einem exklusiven Wohnzimmerkonzert, dem legendären Morrissey im Tempodrom und die wieder vereinten Sometree im Privatclub!
Die Show von Rocky fand bei Matze im Wohnzimmer statt und war dadurch schon sehr intim. Rocky stand nur zwei Meter vor mir und beim Song Suicide Medicine hatte ich am ganzen Körper Gänsehaut! Zu Morrissey bin ich eher spontan gekommen, da mir die Show zunächst zu teuer und dann ausverkauft war! Zum Glück hatte Marie ihr Ticket verkauft, so dass ich den Mozzer, doch mal wahrhaftig live erleben konnte. Leider fehlten mir auch hier einige Songs, wie z.B. First of the Gang to Die, aber auch das ist wieder Jammern auf sehr hohem Niveau. Sometree spielten eine Reunionshow und hatten dafür einen neuen Bassisten und sogar noch einen zweiten Schlagzeuger engagiert. Und auch wenn es im Club tierisch heiß war, so sorgten die Songs immer wieder für Gänsehaut! Schön war auch, dass Valentlin mit auf der Show war, wir hatten uns nun schon ewig nicht mehr gesehen gehabt.
Im September spielten Heisskalt dann noch eine überragende Show im Lido und die Idee, die Songs der EP als Medley zu spielen war einach genial! So konnten viele Songs vom neuen Album gespielt werden, ohne dass auf die alten Hits verzichtet werden musste! Im Oktober spielten dann noch Departures im Tiefgrund, Support waren December Youth, leider waren nicht allzu viele Leute am Start, aber die Show war dennoch ganz schön großartig!
Im November fand dann noch die Record-Release-Party zur Feier von Zwischen den Zeilen ist noch Platz von Ein Gutes Pferd im Schokoladen statt. Der Schokoladen war voll gepackt und die Stimmung ausgelassen, den Support haben NO°RD übernommen. Den krönenden Abschluss bildeten Tiger Lou im SO36, die zudem mit Rome is Not a Town noch eine tolle junge Band im Vorprogramm hatten. Tiger Lou spielten neben den neuen Hits auch viele alte Hits und bei The War Between Us und Like My Very Own Blood jagte es mir das ein und andere Mal einen kalten Schauer über den Rücken, das war Gänsehautfeeling pur. Großartiger Abschluss, eines überragenden Konzertjahres.
Nun aber genug mit Shows, denn in diesem Jahr sind auch eine Menge hervorragender Platten veröffentlicht worden. So viele, dass ich große Schwierigkeiten hatte das bekannte Format meiner Top 7 beizubehalten.
Anyway, wie schon 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014 und 2015, nun auch zum 10.Mal in der gewohnten Top 7. Here we go with die besten Platten 2016:
Heisskalt - Vom Wissen Und Wollen
Nachdem es Heisskalt bereits schon 2014 mit ihrem Debütalbum Vom Stehen und Fallen in meine Jahrescharts geschafft haben, sind sie mit dem Nacholger Vom Wissen Und Wollen erneut dabei. Damals waren auch noch KMPFSPRT uns Marathonmann in den Top 7 vertreten, aber auch wenn sie in 2016 ebenfalls neue Platte veröffentlicht haben, so habe ich doch ein wenig Interesse verloren. Heisskalt hingegen überzeugen mich mit der neuen Platte sogar mehr den je! Songs wie Euphoria, Absorber und Angst hab sind der absolute Knaller und bereichen auch das Live-Set ungemein! Wenn die sich weiter so steigern können, werden die Hallen in den nächsten Jahren wohl immer größer werden!
"Ich will nur einmal ohne Zweifel sein!"
Garrett Klahn - Garrett Klahn
Es ist Garretts Debütalbum unter seinem eigenen Namen, allerdings hat er mit seinen Bands Texas is the Reason, Solea und Atlantic/Pacific schon über 20 Jahren Emo-Geschichte geschrieben. Alle drei Bands habe ich bereits schon mal live gesehen gehabt und auch vor ein paar Jahren sah ich Garrett bereits im Monarch unter "Garrett Klahn sings Texas is the Reason" live auf der Bühne. Das Lidolino ist super winzig und eine Bühne gibt es gar nicht und neben Songs von seinen Bands, spielte er dieses Mal auch neue Songs. Auf Platte klingen diese Songs viel größer und poppiger, da sie mit einer Band aufgenommen wurden. Nach der Show hatte ich mich noch mit Garrett unterhalten und er meinte, dass er in diesem Jahr noch mit Band auf Tournee kommen möchte. Leider findet diese Tour momentan zunächst nur in den Staaten statt, aber ich hoffe doch sehr, dass Garrett dann 2017 auch nochmals hierzulande spielen wird!
"Darling please, you’ll have to wait. With every kiss, anticipate."
Cult of Luna with Julie Christmas - Mariner
Mit Mariner wollten Cult of Luna nicht einfach nur eine neues Album veröffentlichen, sondern etwas Neues ausprobieren. So entstanden die Songs gemeinsam mit der amerikanischen Sängerin Julie Christmas, die schon mit mehreren mir unbekannten Bands in Erscheinung trat. Mit einer Spielzeit von knapp 66 Minuten bei gerade mal 6 Songs haben sie erneut ein episches Meisterwerk erschaffen! Zunächst war nicht geplant gewesen, die Songs von Mariner je live zu performen, aber im November gab es dann eine Tour mit Julie Christmas! Allerdings nur mit Shows in Stockholm, Lausanne, Kortrijk, Leeds und Athen, bei der Mariner in Gänze aufgeführt wurde. Leider hatte ich keine Möglichkeit diese Once in a lifetime-Chance wahrzunehmen, das wäre sicherlich unglaublich gewesen!
Descendents - Hypercaffium Spazzinate
Ganze 12 Jahre sind seit der letzten Veröffentlichung Cool To Be You von Descendents ins Land gezogen! 2013 mit der Veröffentlichung von Filmage, der Dokumentation über Descendents und ALL, dachte man die Band verwaltet nun entgültig ihren Nachlass! Ja und plötzlich hauen sie mit Hypercaffium Spazzinate ein neues Album mit 16 neuen Knaller raus und mit SpazzHazard gleich eine neue EP mit 5 neuen Songs hinter her! Noch immer hören sich die Descendents nach einem hyperventilieren Koffeinrausch an, die Songs gehen ordentlich nach vorne weg, aber immer mit tollen Melodien und mit Wíthout Love erneut ein Hit für die Ewigkeit! Steffen, der Glückliche, hat sie mit den neuen Songs bereits schon live gesehen und bestätigt, dass sich die neuen Songs hervorrragend ins Liveset einfügen! Ich hoffe, die Descendents kommen 2017 dann nochmal mit einer ordentlichen Clubtour und spielen nicht nur Festivals...
"Another year goes by, we can't live like this anymore, can't live without love!"
Touché Amoré - Stage Four
Im Jahr 2015 hat Jeremy Bolm seine Mutter verloren. Sie hatte Krebs im fortgeschrittenen Stadium (Stage Four) und ihm blieb nicht viel Zeit sich von ihr zu verabschieden. Auf dem neuen Album verarbeitet Jeremy nun den Tod seiner Mutter. Bereits im Feburar bei der Show mit Modern Life Is War und Gorilla Biscuits haben Touché Amoré neue Songs gespielt gehabt und die ließen Großes erahnen. Neben seinen leidenschaftlichen Shouts, singt Jeremy auf dem neuen Album nun auch und Touché Amoré trauen sich vermehrt auch etwas längere Songs zu schreiben, die das ein oder andere Mal auch die 3-Minuten Grenze knacken. Dies und der Wechsel von Deathwish zu Epitaph lassen die Hater natürlich schnell wieder Sell-out unken, aber wen interessieren schon die Hater!
"Someone you love is gone, someone you love is gone. It leaves you fractured!"
Tiger Lou - The Wound Dresser
Das letzte Album A Partial Print von Tiger Lou erschien 2008, im Jahr darauf verkündete Rasmus eine Pause auf unbestimmte Zeit. Im Dezember 2014 dann ein erstes Lebenszeichen mit der Veröffentlichung von Homecoming #2 als Video und digitale Single. 2015 dann die EP California Hauling mit ersten Liveshows und schließlich im September 2016 das neue Album The Wound Dresser! Dadurch dass im Mai bereits Leap of Love als Video und digitale Single vorab veröffentlicht wurde und auf The Wound Dresser auch die Songs Homecoming #2 und California Hauling enthalten sind, stellt sich schnell das Gefühl ein, man kenne die Songs bereits seit Jahren, was teilweise ja auch der Fall ist. Aber auch so ist es wieder ein Tiger Lou Album wie es The Loyal und A Partial Print vorgezeigt haben. Man kann sich seiner Magie einfach nicht entziehen.
"Call your friends and have ´em find out that I am home, I am home!"
John K. Samson -Winter Wheat
Es ist echt der Wahnsinn in diesem Jahr, auf der einen Seite sterben so viele großartige Künstler, deren Stimmen nun für immer verstummen und auf der anderen Seite werden so viele neue großartige Alben veröffentlicht, dass es mir sehr schwer fällt meine Top 7 auszuwählen. Tja und plötzlich habe ich drei Alben in meiner Top 7, auf denen das Logo des legendären Epitaph Labels prangt! Das gabs noch nie, auch wenn ich in den 90ern zahlreiche Alben von Epitaph gekauft habe, so hatte es in den letzten 10 Jahren nie ein Album in meine Top 7 geschafft und nun gleich drei, DREI!
Es kam recht überraschend, dass John in diesem Jahr ein neues Album veröffentlicht hat, schließlich wird man auf Social Media Kanälen mittlerweile ja bereits sehr früh in das Marketing für die neue Platte mit einbezogen, so dass man sich meist noch ein halbes Jahr gedulden muss, um endlich die Platte hören zu können. Und Winter Wheat war plötzlich einfach da und nach den ersten Durchläufen klang das Album schon wieder so vertraut, als würde mich die Platte schon ewig begleiten. Mit Untersützung seiner früheren Kollegen von The Weakerthans hat John erneut zeitlose Folksongs eingespielt, die mich einfach sehr berühren und den ganzen Wahnsinn, der in der Welt passiert, ein wenig erträglicher machen ("Select all. Delete"). Im nächsten Jahr kommt John dann wohl mit Band auf Tour und ich freu mich schon riesig!
" We know this world is good enough because it has to be..."
Auch wenn in diesem Jahr mit Garrett Klahns Album mal wieder ein Debütalbum vertreten ist, so sind es doch im Grunde genommen alte Vertraute in meinen Top 7 ohne größere Überraschungen. Aber mache Bands, die ich in früheren Jahrescharts abgefeiert habe, wie z.B. Enter Shikari, Gaslight Anthem oder Sleigh Bells haben sich einfach nicht unbedingt so nachhaltig für mich herausgestellt. Ein Debütalbum hätte es dann doch beinahe noch geschafft, denn Zwischen den Zeilen ist noch Platz, das Debütalbum von Ein Gutes Pferd ist echt famos geworden und ich freue mich sehr, dass Valentin mit seiner neuen Bands allerorts so gute Kritiken bekommt. Die Record-Release-Party im Schokoladen war auf alle Fälle der Knaller!
Die neue Band Vanishing Life von Walter Schreifels mit Leuten von Trail of Dead und Rise Against haben ebenfalls ihr Debütalbum veröffentlicht, aber so ganz gezündet hat das leider bei mir noch nicht. Ebenfalls neu entdeckt habe ich Departures aus Glasgow, die mich mit ihrem Album "Death Touches Us, From The Moment We Begin To Love" nachhaltig begeistert haben und das schönste Coverartwork des Jahres haben!
Allerdings haben auch zwei weitere Bands, die mich schon länger begleiten die Top 7 knapp verpasst und das obwohl sie grandiose neue Alben im Jahr 2016 veröffentlicht haben. Kick Joneses überraschten mich mit ihrer neuen Platte Unexpected Gift. Es ist tatsächlich ein unerwartetes Geschenk in Form eines Doppelalbums, das auf Rookie Records veröffentlicht wurde, denn damit war nun wirklich nicht zu rechnen. Für Mikroboy war die Veröffentlichung von Leicht traurigerweise sogar das Abschiedsalbum...
Adrian Hermes hat wie bereits berichtet mit Errors die erste Single aus seinem Debütalbum veröffentlicht und ich freu mich schon riesig, bis das komplette Album erscheint.
Zudem habe ich die Demoaufnahmen vom Memorial Day aus dem Jahr 1999/2000, die ich leider erst 2016 auf dem herausragenden Blog Blogged and Quartered entdeckt haben, in diesem Jahr hoch und runter gehört. Echt schade, dass die Songs nie richtig auf Platte veröffentlicht wurden, schließlich stellen sie das letzte musikalische Dokument dar, das uns Skip Candelori (Turning Point, Godspeed) hinterlassen hat!
Mit Touché Amoré und dem Togetherfest feat. Youth of Today, American Nightmare und Vanishing Life sowie dem Konzert von John K Samson stehen schon wieder ein paar Highlights für das Konzertjahr 2017 an und ich bin gespannt, welche Platten alles veröffentlicht werden.
So wünsche ich allen Leserinnen und Lesern ein frohes Weihnachtsfest und Happy Chanukka sowie alles Gute für 2017, das hoffentlich wieder viele neue tolle Songs und Alben und Konzerte bereithalten wird...
Das Jahr nähert sich bereits schon wieder dem Ende, also höchste Zeit damit zu beginnen, den dicksten Blogpost des Jahres zu schreiben. Nur mickerige sechs (!) Blogposts habe ich 2016 veröffentlicht, darunter aber immerhin der 500. auf strange is the new fruit.
Aber egal, das Jahr 2016 wird sicherlich in Erinnerung bleiben, dass viele Rock- und Popstars gestorben sind: David Bowie, Leonard Cohen, Prince, Glenn Frey (Eagles), Roger Cicero, Merle Haggard, Wolfgang "Wölli" Rohde (Die Toten Hosen), John Berry (Beastie Boys), Nick Menza (Megadeth), Hagen Liebing ( Die Ärzte) und sogar Peter Lustig, Manfred Krug, Bud Spencer und Muhammad Ali "The Greatest" konnten das Jahr 2016 nicht überleben! Aber auch die Hardcore/Emocore Szene verlor unter tragischen Umständen wichtige Vertreter, wie John Stabb von Government Issue oder Jody Taylor von Strain, der einen tödlichen Arbeitsunfall hatte und allen voran Jon Bunch von Sense Field, dessen Sohn nun leider ohne Vater aufwachsen muss. Sense Field ist wohl die Band, die ich in diesem Jahr am Häufigsten gehört habe und jedesmal habe ich einem Kloß im Hals, wenn ich Jons leidenschaftlichen Gesang höre. Die Memorial Shows in Gedenken an Jon Bunch haben gezeigt, wie sehr er vermisst wird!
Beim Jon Bunch Memorial Concert konnte ich leider nicht sein, aber auf die ein oder andere Show in Berlin habe ich es dann doch geschafft und da waren in diesem Jahr wirklich einige Knaller mit dabei. J Robbins mit Daria hatte ich leider verpasst gehabt, was mich im Nachhinein sehr geärgert hatte, als dann auch noch das Live-Video zu Savory auftauchte! Und zu Fjort hatte ich es auch nicht geschafft. Aber tagsdrauf spielten die legendären Gorilla Biscuits im Astra und wurden dabei auch noch von Modern Life Is War und touché amoré begleitet, das war schon ganz schön großartig. Im März folgten dann Refused und Baroness! Zum Glück konnte mich Dennis noch auf die Gästeliste setzen, da ich mich leider zum spät um Karten gekümmert habe. Die Show von Baroness im SO36 war ebenfalls ausverkauft, aber zum Glück hatte ich dafür schon Tickets, da wir Daniel die Karte zum Geburtstag geschenkt hatten! Und auch wenn noch einige großartigen Shows folgten, so war Baroness ein absolutes Highlight!
Marathonmann und Defeater hätten im März auch noch in Berlin gespielt gehabt, aber ich war dieses Mal nicht dort. Zum einen hatte ich schon zwei weitere Tickets für April, zum anderen kickten mich die aktuellen Veröffentlichungen nicht so richtig! Le Butcherettes lieferten im Vorprogramm von At the Drive-In in der Columbiahalle eine krasse Show. Und klar Cedric war sehr bemüht eine coole Show zu liefen und die Stimmung war gut. Aber es wurden halt fast ausschließlich Songs von Relationship of Command gespielt und ich hatte mich auf Songs von In/Casino/Out und vor allem Vaya gefreut gehabt. Und dass sie Napoleon Solo nicht gespielt haben, fand ich fast schon grausam!
Ziemlich spontan bin ich dann im April noch zu The Yum Yums, die im Cortina Bob gespielt haben. Mit wollte leider niemand, aber ich war super happy, dass ich den Arsch hoch bekommen habe, da die Show großartig war und The Yum Yums fast das komplette Album Sweet as Candy durchgespielt haben!
Nachdem ich in meinen Jahrescharts 2015 noch bedauert habe, dass Youth of Today und Dag Nasty am gleichen Tag in Berlin spielen würden, wurde die Show zum Glück dann doch noch zusammengelegt. Vermutlich verliefen beide Ticketverkäufe eher schleppend, da sich niemand entscheiden konnte, zu welcher Show er/sie wohl gehen sollte. Nach der Zusammenlegung war die Show auf alle Fälle ruckzuck ausverkauft! Und das war der absolute Knaller, YOT in der Originalbesetzung von We're Not Alone In This mit Ray, Porcell, Walter und Sammy und Dag Nasty erstmal in Europa überhaupt, mit Shawn ihrem allerersten Sänger. Gespielt wurde hauptsächlich Songs von Can I Say und teilweise Wickout at Denko's sowie zwei neue Songs, die von Dischord als 7" veröffentlicht wurden, ein ziemlich legendärer Abend!!
Im Mai spielten Garrett Klahn und Karl Larsson im Lidolino, beide spielten eigene Songs sowie Hits ihrer Bands Texas Is The Reason und Last Days Of April. Nach der Show hatte ich mich dann noch mit Garrett unterhalten, der eigentlich meinte in diesem Jahr noch mit komplette Band zurückkommen zu wollen, aber leider hatte das nicht mehr geklappt. Support war übrigens Grundhass, der mit Dorfpunks eine ziemlich coole Nummer im Programm hatte!
Im Juni wurde es wieder legendär, denn Black Sabbath spielten in der Waldbühne!! Es war schon der Wahnsinn, Geezer Butler, Tommi Iommi und Ozzy Osbourne live auf der Bühne zu sehen. Leider spielten sie nicht Sabbath Bloody Sabbath, aber man kann halt nicht alles haben! Zudem war ich leider auch nicht bei Bruce Springsteen & the E-Street Band, mit The River Tour im Olympiastation zu Gast waren. Aber zum einen waren die Tickets super teuer, zum anderen wollte niemand mit, schade ist es trotzdem, dass ich Bruce noch nie live erlebt habe...
Im August folgten noch drei tolle Shows, nämlich Rocky Votolato mit einem exklusiven Wohnzimmerkonzert, dem legendären Morrissey im Tempodrom und die wieder vereinten Sometree im Privatclub!
Die Show von Rocky fand bei Matze im Wohnzimmer statt und war dadurch schon sehr intim. Rocky stand nur zwei Meter vor mir und beim Song Suicide Medicine hatte ich am ganzen Körper Gänsehaut! Zu Morrissey bin ich eher spontan gekommen, da mir die Show zunächst zu teuer und dann ausverkauft war! Zum Glück hatte Marie ihr Ticket verkauft, so dass ich den Mozzer, doch mal wahrhaftig live erleben konnte. Leider fehlten mir auch hier einige Songs, wie z.B. First of the Gang to Die, aber auch das ist wieder Jammern auf sehr hohem Niveau. Sometree spielten eine Reunionshow und hatten dafür einen neuen Bassisten und sogar noch einen zweiten Schlagzeuger engagiert. Und auch wenn es im Club tierisch heiß war, so sorgten die Songs immer wieder für Gänsehaut! Schön war auch, dass Valentlin mit auf der Show war, wir hatten uns nun schon ewig nicht mehr gesehen gehabt.
Im September spielten Heisskalt dann noch eine überragende Show im Lido und die Idee, die Songs der EP als Medley zu spielen war einach genial! So konnten viele Songs vom neuen Album gespielt werden, ohne dass auf die alten Hits verzichtet werden musste! Im Oktober spielten dann noch Departures im Tiefgrund, Support waren December Youth, leider waren nicht allzu viele Leute am Start, aber die Show war dennoch ganz schön großartig!
Im November fand dann noch die Record-Release-Party zur Feier von Zwischen den Zeilen ist noch Platz von Ein Gutes Pferd im Schokoladen statt. Der Schokoladen war voll gepackt und die Stimmung ausgelassen, den Support haben NO°RD übernommen. Den krönenden Abschluss bildeten Tiger Lou im SO36, die zudem mit Rome is Not a Town noch eine tolle junge Band im Vorprogramm hatten. Tiger Lou spielten neben den neuen Hits auch viele alte Hits und bei The War Between Us und Like My Very Own Blood jagte es mir das ein und andere Mal einen kalten Schauer über den Rücken, das war Gänsehautfeeling pur. Großartiger Abschluss, eines überragenden Konzertjahres.
Nun aber genug mit Shows, denn in diesem Jahr sind auch eine Menge hervorragender Platten veröffentlicht worden. So viele, dass ich große Schwierigkeiten hatte das bekannte Format meiner Top 7 beizubehalten.
Anyway, wie schon 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014 und 2015, nun auch zum 10.Mal in der gewohnten Top 7. Here we go with die besten Platten 2016:
Heisskalt - Vom Wissen Und Wollen
Nachdem es Heisskalt bereits schon 2014 mit ihrem Debütalbum Vom Stehen und Fallen in meine Jahrescharts geschafft haben, sind sie mit dem Nacholger Vom Wissen Und Wollen erneut dabei. Damals waren auch noch KMPFSPRT uns Marathonmann in den Top 7 vertreten, aber auch wenn sie in 2016 ebenfalls neue Platte veröffentlicht haben, so habe ich doch ein wenig Interesse verloren. Heisskalt hingegen überzeugen mich mit der neuen Platte sogar mehr den je! Songs wie Euphoria, Absorber und Angst hab sind der absolute Knaller und bereichen auch das Live-Set ungemein! Wenn die sich weiter so steigern können, werden die Hallen in den nächsten Jahren wohl immer größer werden!
"Ich will nur einmal ohne Zweifel sein!"
Garrett Klahn - Garrett Klahn
Es ist Garretts Debütalbum unter seinem eigenen Namen, allerdings hat er mit seinen Bands Texas is the Reason, Solea und Atlantic/Pacific schon über 20 Jahren Emo-Geschichte geschrieben. Alle drei Bands habe ich bereits schon mal live gesehen gehabt und auch vor ein paar Jahren sah ich Garrett bereits im Monarch unter "Garrett Klahn sings Texas is the Reason" live auf der Bühne. Das Lidolino ist super winzig und eine Bühne gibt es gar nicht und neben Songs von seinen Bands, spielte er dieses Mal auch neue Songs. Auf Platte klingen diese Songs viel größer und poppiger, da sie mit einer Band aufgenommen wurden. Nach der Show hatte ich mich noch mit Garrett unterhalten und er meinte, dass er in diesem Jahr noch mit Band auf Tournee kommen möchte. Leider findet diese Tour momentan zunächst nur in den Staaten statt, aber ich hoffe doch sehr, dass Garrett dann 2017 auch nochmals hierzulande spielen wird!
"Darling please, you’ll have to wait. With every kiss, anticipate."
Cult of Luna with Julie Christmas - Mariner
Mit Mariner wollten Cult of Luna nicht einfach nur eine neues Album veröffentlichen, sondern etwas Neues ausprobieren. So entstanden die Songs gemeinsam mit der amerikanischen Sängerin Julie Christmas, die schon mit mehreren mir unbekannten Bands in Erscheinung trat. Mit einer Spielzeit von knapp 66 Minuten bei gerade mal 6 Songs haben sie erneut ein episches Meisterwerk erschaffen! Zunächst war nicht geplant gewesen, die Songs von Mariner je live zu performen, aber im November gab es dann eine Tour mit Julie Christmas! Allerdings nur mit Shows in Stockholm, Lausanne, Kortrijk, Leeds und Athen, bei der Mariner in Gänze aufgeführt wurde. Leider hatte ich keine Möglichkeit diese Once in a lifetime-Chance wahrzunehmen, das wäre sicherlich unglaublich gewesen!
Descendents - Hypercaffium Spazzinate
Ganze 12 Jahre sind seit der letzten Veröffentlichung Cool To Be You von Descendents ins Land gezogen! 2013 mit der Veröffentlichung von Filmage, der Dokumentation über Descendents und ALL, dachte man die Band verwaltet nun entgültig ihren Nachlass! Ja und plötzlich hauen sie mit Hypercaffium Spazzinate ein neues Album mit 16 neuen Knaller raus und mit SpazzHazard gleich eine neue EP mit 5 neuen Songs hinter her! Noch immer hören sich die Descendents nach einem hyperventilieren Koffeinrausch an, die Songs gehen ordentlich nach vorne weg, aber immer mit tollen Melodien und mit Wíthout Love erneut ein Hit für die Ewigkeit! Steffen, der Glückliche, hat sie mit den neuen Songs bereits schon live gesehen und bestätigt, dass sich die neuen Songs hervorrragend ins Liveset einfügen! Ich hoffe, die Descendents kommen 2017 dann nochmal mit einer ordentlichen Clubtour und spielen nicht nur Festivals...
"Another year goes by, we can't live like this anymore, can't live without love!"
Touché Amoré - Stage Four
Im Jahr 2015 hat Jeremy Bolm seine Mutter verloren. Sie hatte Krebs im fortgeschrittenen Stadium (Stage Four) und ihm blieb nicht viel Zeit sich von ihr zu verabschieden. Auf dem neuen Album verarbeitet Jeremy nun den Tod seiner Mutter. Bereits im Feburar bei der Show mit Modern Life Is War und Gorilla Biscuits haben Touché Amoré neue Songs gespielt gehabt und die ließen Großes erahnen. Neben seinen leidenschaftlichen Shouts, singt Jeremy auf dem neuen Album nun auch und Touché Amoré trauen sich vermehrt auch etwas längere Songs zu schreiben, die das ein oder andere Mal auch die 3-Minuten Grenze knacken. Dies und der Wechsel von Deathwish zu Epitaph lassen die Hater natürlich schnell wieder Sell-out unken, aber wen interessieren schon die Hater!
"Someone you love is gone, someone you love is gone. It leaves you fractured!"
Tiger Lou - The Wound Dresser
Das letzte Album A Partial Print von Tiger Lou erschien 2008, im Jahr darauf verkündete Rasmus eine Pause auf unbestimmte Zeit. Im Dezember 2014 dann ein erstes Lebenszeichen mit der Veröffentlichung von Homecoming #2 als Video und digitale Single. 2015 dann die EP California Hauling mit ersten Liveshows und schließlich im September 2016 das neue Album The Wound Dresser! Dadurch dass im Mai bereits Leap of Love als Video und digitale Single vorab veröffentlicht wurde und auf The Wound Dresser auch die Songs Homecoming #2 und California Hauling enthalten sind, stellt sich schnell das Gefühl ein, man kenne die Songs bereits seit Jahren, was teilweise ja auch der Fall ist. Aber auch so ist es wieder ein Tiger Lou Album wie es The Loyal und A Partial Print vorgezeigt haben. Man kann sich seiner Magie einfach nicht entziehen.
"Call your friends and have ´em find out that I am home, I am home!"
John K. Samson -Winter Wheat
Es ist echt der Wahnsinn in diesem Jahr, auf der einen Seite sterben so viele großartige Künstler, deren Stimmen nun für immer verstummen und auf der anderen Seite werden so viele neue großartige Alben veröffentlicht, dass es mir sehr schwer fällt meine Top 7 auszuwählen. Tja und plötzlich habe ich drei Alben in meiner Top 7, auf denen das Logo des legendären Epitaph Labels prangt! Das gabs noch nie, auch wenn ich in den 90ern zahlreiche Alben von Epitaph gekauft habe, so hatte es in den letzten 10 Jahren nie ein Album in meine Top 7 geschafft und nun gleich drei, DREI!
Es kam recht überraschend, dass John in diesem Jahr ein neues Album veröffentlicht hat, schließlich wird man auf Social Media Kanälen mittlerweile ja bereits sehr früh in das Marketing für die neue Platte mit einbezogen, so dass man sich meist noch ein halbes Jahr gedulden muss, um endlich die Platte hören zu können. Und Winter Wheat war plötzlich einfach da und nach den ersten Durchläufen klang das Album schon wieder so vertraut, als würde mich die Platte schon ewig begleiten. Mit Untersützung seiner früheren Kollegen von The Weakerthans hat John erneut zeitlose Folksongs eingespielt, die mich einfach sehr berühren und den ganzen Wahnsinn, der in der Welt passiert, ein wenig erträglicher machen ("Select all. Delete"). Im nächsten Jahr kommt John dann wohl mit Band auf Tour und ich freu mich schon riesig!
" We know this world is good enough because it has to be..."
Auch wenn in diesem Jahr mit Garrett Klahns Album mal wieder ein Debütalbum vertreten ist, so sind es doch im Grunde genommen alte Vertraute in meinen Top 7 ohne größere Überraschungen. Aber mache Bands, die ich in früheren Jahrescharts abgefeiert habe, wie z.B. Enter Shikari, Gaslight Anthem oder Sleigh Bells haben sich einfach nicht unbedingt so nachhaltig für mich herausgestellt. Ein Debütalbum hätte es dann doch beinahe noch geschafft, denn Zwischen den Zeilen ist noch Platz, das Debütalbum von Ein Gutes Pferd ist echt famos geworden und ich freue mich sehr, dass Valentin mit seiner neuen Bands allerorts so gute Kritiken bekommt. Die Record-Release-Party im Schokoladen war auf alle Fälle der Knaller!
Die neue Band Vanishing Life von Walter Schreifels mit Leuten von Trail of Dead und Rise Against haben ebenfalls ihr Debütalbum veröffentlicht, aber so ganz gezündet hat das leider bei mir noch nicht. Ebenfalls neu entdeckt habe ich Departures aus Glasgow, die mich mit ihrem Album "Death Touches Us, From The Moment We Begin To Love" nachhaltig begeistert haben und das schönste Coverartwork des Jahres haben!
Allerdings haben auch zwei weitere Bands, die mich schon länger begleiten die Top 7 knapp verpasst und das obwohl sie grandiose neue Alben im Jahr 2016 veröffentlicht haben. Kick Joneses überraschten mich mit ihrer neuen Platte Unexpected Gift. Es ist tatsächlich ein unerwartetes Geschenk in Form eines Doppelalbums, das auf Rookie Records veröffentlicht wurde, denn damit war nun wirklich nicht zu rechnen. Für Mikroboy war die Veröffentlichung von Leicht traurigerweise sogar das Abschiedsalbum...
Adrian Hermes hat wie bereits berichtet mit Errors die erste Single aus seinem Debütalbum veröffentlicht und ich freu mich schon riesig, bis das komplette Album erscheint.
Zudem habe ich die Demoaufnahmen vom Memorial Day aus dem Jahr 1999/2000, die ich leider erst 2016 auf dem herausragenden Blog Blogged and Quartered entdeckt haben, in diesem Jahr hoch und runter gehört. Echt schade, dass die Songs nie richtig auf Platte veröffentlicht wurden, schließlich stellen sie das letzte musikalische Dokument dar, das uns Skip Candelori (Turning Point, Godspeed) hinterlassen hat!
Mit Touché Amoré und dem Togetherfest feat. Youth of Today, American Nightmare und Vanishing Life sowie dem Konzert von John K Samson stehen schon wieder ein paar Highlights für das Konzertjahr 2017 an und ich bin gespannt, welche Platten alles veröffentlicht werden.
So wünsche ich allen Leserinnen und Lesern ein frohes Weihnachtsfest und Happy Chanukka sowie alles Gute für 2017, das hoffentlich wieder viele neue tolle Songs und Alben und Konzerte bereithalten wird...
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