Mittwoch, 16. Dezember 2009

Pillow Fight Club - follow the beat

Pillow Fight Club   

Pillow Fight Club konnten mich bei ihrer Show gestern im Bang Bang Club wieder völlig überzeugen. Mit ihrem neuen Album haben sie den punkigen Garagensound ihres Debüts hinter sich gelassen und feiern mit About Face and other Constants den ganz großen Indiepop. Um sich von ihren Ursprüngen nicht ganz zu entfernen schwingt den Songs immer noch ein gewisser LowFi Charme mit. Herausgekommen sind Songs wie No Gravity, Hideout und This is your song, denen sich niemand entziehen können wird. Mit Into the Outside stürmen Pillow Fight Club zudem auf die Tanzfläche und lassen keine Beine still stehen. Valentina stellt auf dem neuen Album vor allem unter Beweis, wie gut sie singen kann, da der punkige Gesang vom Debütalbum gänzlich ihrer neu entdeckten harmonischen Stimme gewichen ist. Um es mit den Worten der Band zu sagen: Follow the beat!

Anbei das Video zu Try to lose again vom diesjährigen Noisepollution Festival:


Dienstag, 15. Dezember 2009

Lee Hollis - it's my life and I am living it like I want to

Lee Hollis

Manchmal denke ich echt mein Leben hat komische Züge angenommen. Ich sitze alleine in einem versifften Punkschuppen und schreibe aus Mangel eines Kulis meine Gedanken als Aufgaben in mein veraltetes Handy, das leider auf 46 Zeichen begrenzt ist. Eine gewitterte Kurzgeschichte, haha. Warum bin ich nicht bei der Frau, die ich liebe und die auf mich zu Hause wartet? Wenn ich wenigstens mit Freunden unterwegs wäre. Irgendwie fühle ich mich zu alt für diesen Scheiss. Aber wenn ich daran denke, dass ich eben noch mit Lee Hollis geplaudert habe und er mir seine 11 Jahre alte Spoken Words CD signiert hat, denke ich hat doch alles seinen Sinn. Auch wenn das Kurznachrichtentippen reichlich nervt und ich riskiere, von den Punks als vermeindlicher Yuppie verkloppt

...dann begannen Steakknife zu spielen und ich habe aufgehört meine Gedanken in meinem Handy zu notieren. Merke, niemals ohne Kuli aus dem Haus gehen oder gleich mit der entsprechenden Technik ausgerüstet sein, alle Gedanken vom Club aus auf meinen Blog zu posten...

Es war wirklich ein beeindruckendes Erlebnis, mich mit Lee Hollis zu unterhalten, dessen Bücher ich alle gelesen haben und von allen seinen Bands habe ich auch Tonträger in meiner Sammlung stehen. Legendäre Bands wie 2Bad, Ankry Simons, Steakknife und natürlich Spermbirds. Bei der ersten Walter Elf Platte wird er auch noch als "Tänzer" im Booklet angeführt und singt auch einige Backing Vocals. Lee Hollis ist, zumindest für mich, eine lebende Legende!

Es war schon sehr beeindruckend, dass Lee auf der Bühne immer noch alles gab, schliesslich ist er mittlerweile sichtlich gealtert. Aber immer noch authentisch und  100% PunkRock!

Anbei Somethning to Prove von den legendären Spermbirds, denen ich bald mal einen eigenen Blogpost widmen möchte. 



Leider konnte ich zu Steakknife nur einen mir unbekannte Song finden, dafür ist der jedoch von eben jener Show am 5.12.2009 im Supamolly.



Das letzte Video ist von Lee Hollis raren Lesungen, diesmal zum 10-jährigen Jubiläum vom Ventil Verlag. Mit von der Partie sind außerdem Jan Off und Nagel von Muff Potter.



Echt ein großartiger Typ, dieser Lee Hollis!

Montag, 14. Dezember 2009

Biffy Clyro - pure awesomeness

Biffy Clyro

Eigentlich eine Schande, dass ich nicht schon längst auf strange is the new fruit über Biffy Clyro geschrieben habe, aber lieber spät als nie. Gestern habe ich Biffy Clyro zum ersten Mal live gesehen und es hat mich einfach umgeblasen und nicht nur weil die Dezibelstärke der eines ausgewachsenen Orkans glich. Die Energie, die Simon Neil, James und Ben Johnsten auf der Bühne freigesetzt haben war echt unglaublich. Es erschien zum Teil surreal, dass drei Leute alleine einen solchen Sound produzieren können. Zweistimmige Backingvocals, live eingespielte Loops die den Gitarrensound ergänzten und eine Rhythmusfraktion, die alles niederwalzen konnte. Ein glänzend aufgelegter Simon Neil, der bereits von Anfang an mit nacktem Oberkörper auf die Bühne kam und mit seinem "God only knows what I'd be without you" Tattoo auf der Brust Mädchenherzen höher schlagen ließ! Das war ein wirklich  tolles Konzert an ein sowieso schon schönen Adventssonntag!




Kauft ihre Platten, geht auf ihre Konzerte und lasst Euch "God only knows what I'd be without Biffy Clyro" auf die Brust tätowieren.

Mittwoch, 9. Dezember 2009

The Fine Arts Showcase

The Fine Arts Showcase

Bei The Fine Arts Showcase handelt es sich um das Soloprojekt von Gustaf Kjellvander, dem kleinen Bruder Christian Kjellvander, der ja bereits schon für ein paar melancholische Folkalben bei Startracks für Aufsehen gesorgt hat. Als ich irgendwo gelesen habe, dass The Fine Arts Showcase mit ihrem neuen Album Dolophine Smile, wie frühe Editors oder Tiger Lou zu Zeiten von The Loyal klingen würden, dachte ich mir, muss ich mir die Band unbedingt mal anhören. Ich muss sagen,  The Fine Arts Showcase wissen auf alle Fälle zu gefallen und am 06.02.2010 sollte ich sie mir daher unbedingt live im Bang Bang Club anschauen.



Modern Love vom Vorgängeralbum Sings Rough Bunnies!

Donnerstag, 3. Dezember 2009

The Maccabees love you better

The Maccabees

Während meiner Recherche zu diesem Artikel musste ich feststellen, dass es bereits schon v.Chr. eine israelische Rebellenarmee names The Maccabees gab. Bei diesem Artikel soll es natürlich um The Maccabees gehen, die mich mit ihren hymnischen Popsongs begeistern. Die Band aus Brighton/England konnte mich mit ihrem ersten Album Colour It In noch nicht unbedingt überzeugen, allerdings eroberten sie dann mit ihrem Hit Love You Better von ihrem neuen Album Wall of Arms meine Gehörgänge im Sturm.

Daniel konnte auf alle Fälle berichten, dass the Maccabbes als Support von Editors auch live völlig überzeugen konnten.



Für mich ist Love you Better ganz klar in den Top 10 der besten Songs 2009!

Dienstag, 24. November 2009

The legendary Sometree

Sometree

Sometree begleiten mich nun schon seit so vielen Jahren und ich musste mit Schrecken feststellen, dass ich mich ihnen hier auf Strange is the New Fruit noch gar nicht gewidmet habe. Damals habe ich noch ihre ersten Veröffentlichungen mit meiner Plattenkiste auf Konzerten verkauft und sie waren natürlich auch Teil der von mir initiierten Konzertreihe "IndieRock SpringTime" als ich 2002 noch in Ulm gelebt habe.

Am 31.07.2009 spielten Sometree ein einzigartiges Konzert im Kino Babylon-Mitte in Berlin, wo sie ihr neues Album Yonder präsentiert haben und dazu mit kompletten Orchester und verschiedenen Gastsänger die Menge begeisterten.



Mit den Alben Moleskine und Bending the Willow erwartete ich jeweils immer schon den großen Durchbruch. Aber leider schafften sie es auch mit ihrem aktuellen Album Yonder  nicht über den Status des Geheimtipps hinaus bekannt zu werden, obwohl die Band jahrelange europaweite Touren gespielt hat und auch in den Staaten veröffentlicht wurde. Im Vorprogramm von Snow Patrol durften die Band endlich einmal auf den großen Bühnen spielen, die sie meiner Meinung nach schon längst selber verdient hätten.

Sometree schaffen es vor allem Live mit ihrer unglaublichen Intensität den Zuhörer in ihren Bann zu ziehen und begeistern dabei mit zeitlosen Hits, wie Notion, Pulse und Hands And Arrows.



to be hopefully continued...

Mittwoch, 18. November 2009

The Infinite Friendship

The Unfinished Sympathy

Meine Lobeshymnen über The Unfinished Sympathy habe ich ja bereits an anderen Stelle auf diesem Blog kund getan. Aber das neue Album Avida Dollars und die anstehende Deutschlandtour als Support von Itchy Poopzkid bieten Anlass diese großartige Band wieder ins Gedächtnis zu rufen. Es gab zwar personelle Wechsel, da Oriol sich als Vater nun mehr seiner Familie widmen wollte und Xavi lieber eigene Wege gehen wollte, aber Eric und Pablo halten die Maschine ordentlich am Laufen! Im Gegensatz zu We Push You Pull sind die Songs zwar wieder etwas härter und rockiger geworden, jedoch im Vergleich zu den ersten drei Alben immer noch eindeutig poppiger. Aber all die großen Momente, die tollen Harmonien, die unwiderstehlichen Melodien, die The Unfinised Sympathy Songs zu kleinen Hymnen werden lassen, sind auch auf Avida Dollars zahlreich vertreten und es ist und bleibt eine Schande, dass die Band ihr Nischendasein fristen und nicht schon längst die Stadien dieser Welt füllt. Ok, ihr wisst ja ich bin Fan!

Geht also unbedingt zu den Shows, auch wenn ihr Euch zwischen dem Teenie Publikum von Ichty Poopzkid vermutlich deplaziert fühlen werdet, feiert die Band und freut euch diese großartige Band live erleben zu dürfen.

Anbei noch das tolle neue Video zu Homedrunk vom aktuellem Album.



Viel Spaß!

Freitag, 6. November 2009

Everybody loves Ingrid Michaelson

Ingrid Michaelson

Das neue Album Everybody von Ingrid Michaelson steht schon in den Läden und es ist wieder grossartig geworden. Die Songs klingen etwas mehr nach Pop, anstelle von Singer Songwriter, und die Arragements, sowie die Band hinter Ingrid Michaelson, steht mehr im Mittelpunkt. Die Texte sind klasse wie eh und je und aufgrund des hohen Ohrwurmfaktors können Songs, wie Everybody oder Moutain and the Sea sofort von jedem mitgesungen werden.

Die Clubs werden von Tour zu Tour größer und ich vermute, dass sie diesmal auch ihre Band mitbringen wird, wenn sie am 18.November im ColumbiaClub auftreten wird. Die Vorfreude ist groß, aber auch die Bedenken, dass der Charme und die Stimmung der kleineren Konzerte verloren gehen könnte. Vermutlich ist dies jedoch unberechtigt, da Ingrid Michaelson auch das Olympiastation ausverkaufen könnte und immer noch für Intimität und Unterhaltung sorgen würde.



Wie witzig Ingrid Michaelson sein kann, stellt sie nicht nur live unter Beweis, sondern es ist auch eine wahre Freude ihr auf Twitter zu folgen!

Donnerstag, 5. November 2009

O Captain, My Captain

Captain Planet

Captain Planet sind ein toller Bewis dafür, wie aktiv der Underground immer noch ist, es scheint also eher an mir zu liegen, dass ich nicht mehr ganz so tief drin bin (haha).

Captain Planet leben denselben Spirit von Bands, wie Muff Potter und Turbostaat. Authentische ehrliche Texte, verpackt in einer mitreissenden Mischung aus PunkRock und Post-Hardcore.

Captain Planet haben die Tage ihr neues Album Inselwissen veröffentlicht, können mich derzeit jedoch mit ihrem Debüt Wasser kommt Wasser geht noch mehr begeistern. Auf alle Fälle eine tolle neue Band, die es noch in Jugendzentren und besetzten Häusern zu bewundern gibt, wie zum Beispiel am 14. November im Subversiv in Berlin.


Captain Planet - So much water so close to home